Ich möchte so gern souverän sein,
von meiner eigenen Freiheit ein Fan sein,
alles was ich denke, schreibe, tue,
hervorbringen aus innrer Ruhe.
Weder von den Medien gestört sein,
noch von Freundesworten betört sein,
nicht vom Ärger mit Menschen überrollt werden.
Auch nicht von Zwang nach Harmonie beeinträchtigt werden.
Ich möcht Gedanken nur empfangen,
wie Sterntaler zu ihn´ gelangen,
indem ich Herz und Gemüt weit aufmach,
hören, was kommt, und damit aufwach.
Ach wie die Kinder gedankenverloren spielen,
aus dem Unendlichen kommt es und dahin solls zielen.
So souverän, heißt das getrennt sein
von allem, jedem? Gar verklemmt sein?
Des Austauschs nicht mehr fähig, ganz allein?
Ein Hagestolz, sich heilig wähnend und ganz rein?
Ach nein, in jedem wohnt Unendlichkeit,
befreit ist sie ganz schnell bereit,
größte Entfernung zu überwinden
und uns erhaben zu verbinden.
_________________JEDER TAG EIN NEUER ANFANG____________JEDEN TAG EIN NEUES WORT___________________
Freitag, 15. November 2013
Donnerstag, 14. November 2013
Nackt
Also wenn ich jetzt mal nur so von mir red: ich bin gerne nackt.
Da spür ich meinen Körper viel mehr, das ist Fakt.
Ich mag´s, wenn die kühle Luft über meine Haut streicht.
- Jetzt wär reimmäßig sowas dran wie "ausreicht",
aber ich hab´s satt, mir da immer was auszudenken,
den Sinn immer nach dem passenden Reim zu lenken.
Ich möcht reden, wie mir der Schnabel gewachsen ist,
alles andere ist doch fataler Mist.
Und man redet nun mal nicht in klingenden Reimen.
Das klingt doch, als möchte man sich einschleimen
bei irgendwelchem Publikum,
das dann begeistert ist darum.
Wenn ich so rede, wie ich nun mal bin,
wird meine Rede allerdings dünn.
Denn reden tu ich nicht für mich,
als Kommunikation ist es für dich.
Und da kommt dann das Höh´re Selbst rein,
stellt dich und mich auf eine Welt ein,
in der die Sprache rhythmisch klingt,
die Seele frei harmonisch singt,
die Erdenschwere langsam abfällt,
die Sicht auf Vieles deutlich aufhellt,
wo man befreit mit jedem tanzt
und so ein Hoffnungspflänzchen pflanzt.
Und ja, man kann dann auch von sich noch sprechen,
vom Nacktsein oder vom Tabubrechen.
Das Reden mündet jedenfalls in Liebe,
selbst wenn ich´s skandalös betriebe.
Zum Beispiel, dass mein größter Traum
der ist, dass wir in einem Riesenraum
alle miteinander uns nur lieben.
Doch bleibt´s ein Traum, hienieden
sind wir zu unserm Glück geschieden.
Da spür ich meinen Körper viel mehr, das ist Fakt.
Ich mag´s, wenn die kühle Luft über meine Haut streicht.
- Jetzt wär reimmäßig sowas dran wie "ausreicht",
aber ich hab´s satt, mir da immer was auszudenken,
den Sinn immer nach dem passenden Reim zu lenken.
Ich möcht reden, wie mir der Schnabel gewachsen ist,
alles andere ist doch fataler Mist.
Und man redet nun mal nicht in klingenden Reimen.
Das klingt doch, als möchte man sich einschleimen
bei irgendwelchem Publikum,
das dann begeistert ist darum.
Wenn ich so rede, wie ich nun mal bin,
wird meine Rede allerdings dünn.
Denn reden tu ich nicht für mich,
als Kommunikation ist es für dich.
Und da kommt dann das Höh´re Selbst rein,
stellt dich und mich auf eine Welt ein,
in der die Sprache rhythmisch klingt,
die Seele frei harmonisch singt,
die Erdenschwere langsam abfällt,
die Sicht auf Vieles deutlich aufhellt,
wo man befreit mit jedem tanzt
und so ein Hoffnungspflänzchen pflanzt.
Und ja, man kann dann auch von sich noch sprechen,
vom Nacktsein oder vom Tabubrechen.
Das Reden mündet jedenfalls in Liebe,
selbst wenn ich´s skandalös betriebe.
Zum Beispiel, dass mein größter Traum
der ist, dass wir in einem Riesenraum
alle miteinander uns nur lieben.
Doch bleibt´s ein Traum, hienieden
sind wir zu unserm Glück geschieden.
Mittwoch, 13. November 2013
Post mortem II
Heute bleibt die Quelle stumm,
beug mich ein und bieg mich krumm,
kommt kein ord´ntlicher Gedanke.
Halt vor einer innern Schranke?
Will doch liebend noch umarmen
jeden, der mir hier begegnet,
sehne mich noch nach dem Warmen,
wenn ein Mensch den andern segnet.
Welche Schranke muss ich heben,
hinter der ein neues Licht kommt?
Nicht an Konventionen kleben,
weil das freiem Geist nicht frommt?
Welchen Schleier wie fortreißen?
Ganz sich zeigen, ohne zu wollen?
Welche Behinderung einreißen?
Was sind allzu schwere Schollen?
Komm, lass dich umarmen, küssen,
du bist mir die einzge Rettung,
gemeinsam wir nach vorne müssen,
unauflösliche Verkettung.
beug mich ein und bieg mich krumm,
kommt kein ord´ntlicher Gedanke.
Halt vor einer innern Schranke?
Will doch liebend noch umarmen
jeden, der mir hier begegnet,
sehne mich noch nach dem Warmen,
wenn ein Mensch den andern segnet.
Welche Schranke muss ich heben,
hinter der ein neues Licht kommt?
Nicht an Konventionen kleben,
weil das freiem Geist nicht frommt?
Welchen Schleier wie fortreißen?
Ganz sich zeigen, ohne zu wollen?
Welche Behinderung einreißen?
Was sind allzu schwere Schollen?
Komm, lass dich umarmen, küssen,
du bist mir die einzge Rettung,
gemeinsam wir nach vorne müssen,
unauflösliche Verkettung.
Dienstag, 12. November 2013
Lichtschauspiel
Heute morgen sah ich aus dem Fenster den Himmel
und erst dachte ich, es wär was Schlimmes passiert im Osten,
ein Brand oder apokalyptisches Reitergewimmel.
Aber dann gab es über die ganze Weite Lichtmalereien zu kosten.
Am Horizont war zuerst ein Fleck mit Grün gelandet.
Gegen den kamen aber wild rote Streifen gebrandet.
Und die Brandung war so bewegungslos still,
wie ich dereinst im Schauen gebannt sein will.
Es war ein Brennen und Glühen in langen Strichen,
im Ofen brannte das Feuer und der Tee war heiß.
Natürlich war nach einiger Zeit die Dramatik gewichen
und am Himmel begann die Sonne ihr Tagweiß.
und erst dachte ich, es wär was Schlimmes passiert im Osten,
ein Brand oder apokalyptisches Reitergewimmel.
Aber dann gab es über die ganze Weite Lichtmalereien zu kosten.
Am Horizont war zuerst ein Fleck mit Grün gelandet.
Gegen den kamen aber wild rote Streifen gebrandet.
Und die Brandung war so bewegungslos still,
wie ich dereinst im Schauen gebannt sein will.
Es war ein Brennen und Glühen in langen Strichen,
im Ofen brannte das Feuer und der Tee war heiß.
Natürlich war nach einiger Zeit die Dramatik gewichen
und am Himmel begann die Sonne ihr Tagweiß.
Montag, 11. November 2013
Der Sockenhalter
Ich hab mich schon manchmal gefragt, bin ich jetzt ein Dichter?
Aber ich bin eigentlich nur ein Gedankenberichter,
dem so Dinge durch den Kopf gehen und die dann sagt.
Der sich höchstens dadurch unterscheidet von andern, dass er das wagt,
ganz offen ausspricht, was er grad denkt,
und jetzt zum Beispiel überlegt, was sich dazu reimt: "lenkt"?
Und dann aber das Gefühl hat, dem fehlt noch der richtige Rhythmus,
das holpert noch zu sehr, hat keinen Sog, bei dem man mit muss.
Also versuch ich, da mehr Drive rein zu bringen,
auch vielleicht noch melodischer zu singen.
Vielleicht müssen die Zeilen auch eher kürzer sein,
mehr Schwung darin und kein Kleinklein.
Und was den Inhalt angeht, mehr Relevantes,
auch Neues, Aufregendes, Unbekanntes.
Jedenfalls stell ich mir vor, dass man beim Lesen gepackt wird,
weil es gleichzeitig konkret und abstrakt wird.
Konkret, weil nur vom Machen die Rede ist,
abstrakt, weil immer mehr Eros... was? da ist?
So, jetzt sind wir in der Krise.
Eros scheut die Expertise.
Ist ein Gott, ganz souverän.
Schlimm schon, dass ich ihn erwähn.
Kann mich ihm nur unterwerfen,
in mir meine Sinne schärfen,
ihn zu hören, wahrzunehmen,
gleichgültig bei welchen Themen.
Komm, erfass mein Sprachgemüt!
Führ mich in dein Weltgestüt,
wo Ideen gezüchtet werden,
nur durch tiefes Liebeswerben,
und die Glut deiner Verschmelzung
frisch erzeugt jene Umwälzung,
die das Leben immer braucht
und nur Eros ihm einhaucht.
Aber ich bin eigentlich nur ein Gedankenberichter,
dem so Dinge durch den Kopf gehen und die dann sagt.
Der sich höchstens dadurch unterscheidet von andern, dass er das wagt,
ganz offen ausspricht, was er grad denkt,
und jetzt zum Beispiel überlegt, was sich dazu reimt: "lenkt"?
Und dann aber das Gefühl hat, dem fehlt noch der richtige Rhythmus,
das holpert noch zu sehr, hat keinen Sog, bei dem man mit muss.
Also versuch ich, da mehr Drive rein zu bringen,
auch vielleicht noch melodischer zu singen.
Vielleicht müssen die Zeilen auch eher kürzer sein,
mehr Schwung darin und kein Kleinklein.
Und was den Inhalt angeht, mehr Relevantes,
auch Neues, Aufregendes, Unbekanntes.
Jedenfalls stell ich mir vor, dass man beim Lesen gepackt wird,
weil es gleichzeitig konkret und abstrakt wird.
Konkret, weil nur vom Machen die Rede ist,
abstrakt, weil immer mehr Eros... was? da ist?
So, jetzt sind wir in der Krise.
Eros scheut die Expertise.
Ist ein Gott, ganz souverän.
Schlimm schon, dass ich ihn erwähn.
Kann mich ihm nur unterwerfen,
in mir meine Sinne schärfen,
ihn zu hören, wahrzunehmen,
gleichgültig bei welchen Themen.
Komm, erfass mein Sprachgemüt!
Führ mich in dein Weltgestüt,
wo Ideen gezüchtet werden,
nur durch tiefes Liebeswerben,
und die Glut deiner Verschmelzung
frisch erzeugt jene Umwälzung,
die das Leben immer braucht
und nur Eros ihm einhaucht.
Freitag, 8. November 2013
Blasentee
Schlucke ich Pillen woran könnte es liegen Dromedare so weit entfernt ich bin verrückt auf der Haut liegen Schutzhülle abreißen putzmunter dreißig Fuß hoch hau drauf Salpetersäure langsam steigen Bläschen auf Schokoladenseite nach oben Pustekuchen jaja immer die Neunmalklugen Kautschukbarone da guck mal wer da kommt so jetzt isses soweit Brotzeit der hat doch nicht alle aufdrehen! liebes Bisschen selten so gelacht Pfötchen geben Schnitzeljagd schon wahr oder vielleicht untenrum katastrophale Ausbeute noch immer nicht ganz durch Betablocker Kokainbläschen Schnupftabak ach du liebes Contergan Schauwinkel mit Apostroph Filterzigaretten ausgedrückt sofort schlägt P zurück dann aber mal los wie verrückt ist das denn und dann kommt ein bisschen frech Schuhplattler scharf nicht wahr mit Menthol Moment mal anhalten ist ficken denn schön Hustenbonbons reingeworfen Freiheitskuchen Schafott bloß mal aufmachen Zwirnfaden einmal anfeuchten nichts destotrotz Fiberglas wenn es darum geht, dass jetzt hat er sie und das Grundrecht auf Meinungsfreiheit
Eine wohltuende Stille kehrt ein,
in der jeder Ton Bedeutung hat und zum Grundmosaik des Lebens gehört.
Ich liebe jeden dieser Töne und ich liebe dich, der du dies auch hörst.
Ich umarme dich, hörend die Stille, die Sehnsucht nach dir ist überwältigend, aber wir können nur hören und im Hören immer weiter lieben. Sei gegrüßt und umschlungen und geküsst und gesegnet.
Donnerstag, 7. November 2013
Herzzerreißend
Manchmal schlepp ich mich so dahin,
seh in dem Abmühen keinen Sinn
und warte dann auf eine Eingebung
als Aufmunterung, als Belebung.
Ich lass dann auch mal ein Stoßgebet los,
sozusagen für´n Lieben Gott als kleinen Anstoß:
Sieh mal, es geht mir grottenschlecht,
ein bisschen Hilfe, find ich, wär recht.
Nun lass mich doch nicht hier einfach hängen.
Du bist doch so frei, ich steck in Zwängen.
Und gleichzeitig weiß ich oder denk eben so,
was soll er sich scheren um mich kleinen Floh,
was sind das für beknackte Gedanken!?
Und weis sie wieder ein Stück weit in Schranken.
Sei groß, sei erwachsen, habe Ideen!
Zu Ende die Welt der hilfreichen Feen!
Bemüh deinen Grips, die grauen Zellen,
dann wird sich schon eine Lösung einstellen!
Nur jetzt kommt´s: mein Zugriff ist schwach,
so sehr ich auch will, in diesem Fach
herrscht eine Königin, der kann ich nur dienen.
Ihr Name ist Freiheit, ihr Reichtum sind Minen,
in denen wahrlich göttliche Schätze liegen,
und will ich sie bergen, komm ich nicht umhin,
mich zu unterwerfen der Gott-Königin.
seh in dem Abmühen keinen Sinn
und warte dann auf eine Eingebung
als Aufmunterung, als Belebung.
Ich lass dann auch mal ein Stoßgebet los,
sozusagen für´n Lieben Gott als kleinen Anstoß:
Sieh mal, es geht mir grottenschlecht,
ein bisschen Hilfe, find ich, wär recht.
Nun lass mich doch nicht hier einfach hängen.
Du bist doch so frei, ich steck in Zwängen.
Und gleichzeitig weiß ich oder denk eben so,
was soll er sich scheren um mich kleinen Floh,
was sind das für beknackte Gedanken!?
Und weis sie wieder ein Stück weit in Schranken.
Sei groß, sei erwachsen, habe Ideen!
Zu Ende die Welt der hilfreichen Feen!
Bemüh deinen Grips, die grauen Zellen,
dann wird sich schon eine Lösung einstellen!
Nur jetzt kommt´s: mein Zugriff ist schwach,
so sehr ich auch will, in diesem Fach
herrscht eine Königin, der kann ich nur dienen.
Ihr Name ist Freiheit, ihr Reichtum sind Minen,
in denen wahrlich göttliche Schätze liegen,
und will ich sie bergen, komm ich nicht umhin,
mich zu unterwerfen der Gott-Königin.
Mittwoch, 6. November 2013
Schlankheitskur
Groß und größer wird das Leben,
dehnt sich aus mit unserm Streben.
Wirtschaftswachstum muss wohl sein,
andernfalls bleiben wir klein.
Arbeitsplätze gehn verloren,
Wohlstand fliegt uns um die Ohren.
Dennoch erheb ich leisen Einspruch:
ich seh die Angst vor solchem Einbruch,
als ob das Lebenswachstum ende,
wenn mein Konsum Beschränkung fände.
Mir scheint, das Gegenteil ist richtig:
ist mir Verbrauch nicht mehr so wichtig,
beginnt was andres mehr zu wachsen,
nennen wir es die Innren Achsen.
Sie werden fester, werden bewusst,
du siehst die Quelle, spürst die Lust.
Das Wachstum dort macht fühlbar reicher,
macht dich sogar zum Herzerweicher,
macht dich zum König unter Gleichen.
Lasst uns solch Königtum erreichen!
dehnt sich aus mit unserm Streben.
Wirtschaftswachstum muss wohl sein,
andernfalls bleiben wir klein.
Arbeitsplätze gehn verloren,
Wohlstand fliegt uns um die Ohren.
Dennoch erheb ich leisen Einspruch:
ich seh die Angst vor solchem Einbruch,
als ob das Lebenswachstum ende,
wenn mein Konsum Beschränkung fände.
Mir scheint, das Gegenteil ist richtig:
ist mir Verbrauch nicht mehr so wichtig,
beginnt was andres mehr zu wachsen,
nennen wir es die Innren Achsen.
Sie werden fester, werden bewusst,
du siehst die Quelle, spürst die Lust.
Das Wachstum dort macht fühlbar reicher,
macht dich sogar zum Herzerweicher,
macht dich zum König unter Gleichen.
Lasst uns solch Königtum erreichen!
Dienstag, 5. November 2013
Die großen Fragen des Lebens
Ich möchte einmal im Leben fraglos glücklich sein,
einmal im Leben einfach nur so sein,
sagen wir, wie eine Hummel zur Blüte fliegt,
oder noch besser: ein Gummibärchen in der Tüte liegt.
Glücklich mit dem, was gerade so ist
- o.k., auch wenn mich gleich jemand isst.
Also einfach nicht mehr an die Zukunft denken,
sich nicht mehr sorgen, vielleicht nur noch schenken,
rundum sich wohlig fühl´n und geborgen,
nicht sich mehr lenken, allerdings nicht verborgen,
nein, ganz oben auf einer Höhe und für alle sichtbar,
die solches dann lobten: grandios, prima, schlicht, klar!
Doch leider bewegen wir uns in den Niederungen,
in denen böse Frager uns nieder rungen.
Zum Beispiel: wie hältst du´s mit der Religion?
Da hätten wir ´n Schlamassel schon.
Muss ich bekennen, dass ich glaube,
mich sonst des Rechts auf Glück beraube?
Oder muss ich bekennen, dass ich liebe,
weil ich sonst ausgeschlossen bliebe?
Natürlich interessiert´s mich auch:
bleibt mehr von mir als Schall und Rauch?
Doch kann ich nur davon was wissen,
leg ich mich auf mein Muse-Kissen.
einmal im Leben einfach nur so sein,
sagen wir, wie eine Hummel zur Blüte fliegt,
oder noch besser: ein Gummibärchen in der Tüte liegt.
Glücklich mit dem, was gerade so ist
- o.k., auch wenn mich gleich jemand isst.
Also einfach nicht mehr an die Zukunft denken,
sich nicht mehr sorgen, vielleicht nur noch schenken,
rundum sich wohlig fühl´n und geborgen,
nicht sich mehr lenken, allerdings nicht verborgen,
nein, ganz oben auf einer Höhe und für alle sichtbar,
die solches dann lobten: grandios, prima, schlicht, klar!
Doch leider bewegen wir uns in den Niederungen,
in denen böse Frager uns nieder rungen.
Zum Beispiel: wie hältst du´s mit der Religion?
Da hätten wir ´n Schlamassel schon.
Muss ich bekennen, dass ich glaube,
mich sonst des Rechts auf Glück beraube?
Oder muss ich bekennen, dass ich liebe,
weil ich sonst ausgeschlossen bliebe?
Natürlich interessiert´s mich auch:
bleibt mehr von mir als Schall und Rauch?
Doch kann ich nur davon was wissen,
leg ich mich auf mein Muse-Kissen.
Montag, 4. November 2013
Dichter dran
Ich sitze auf dem Stuhl und dichte,
ganz langsam wird es in mir lichte.
Vielleicht entsteht eine Geschichte,
womöglich von großem Gewichte.
Ich lass die Phantasie ausfliegen,
will mit ihr elegant rauskriegen,
wo etwa jene Mittel ausliegen,
die Seelendellen wirksam ausbiegen.
Doch müsste ich da etwas klarsehen,
es müsst´ vielleicht ein Retter dastehen,
oder der Heilge Geist herabwehen,
vielleicht würd dann mir einer abgehen.
Doch hoff ich dichtend wohl vergeblich,
das Bemühn ist zwar erheblich,
die Erkenntnis dennoch neblig,
trotzdem sag ich: nicht vergeblich.
ganz langsam wird es in mir lichte.
Vielleicht entsteht eine Geschichte,
womöglich von großem Gewichte.
Ich lass die Phantasie ausfliegen,
will mit ihr elegant rauskriegen,
wo etwa jene Mittel ausliegen,
die Seelendellen wirksam ausbiegen.
Doch müsste ich da etwas klarsehen,
es müsst´ vielleicht ein Retter dastehen,
oder der Heilge Geist herabwehen,
vielleicht würd dann mir einer abgehen.
Doch hoff ich dichtend wohl vergeblich,
das Bemühn ist zwar erheblich,
die Erkenntnis dennoch neblig,
trotzdem sag ich: nicht vergeblich.
Freitag, 1. November 2013
Falsche Aussage
An einem Abend im September,
ich weiß nicht wann - I don´t remember,
erbaute Blaise Pascal ein Haus
und schaute dann vergnügt heraus.
Ich weiß das, weil ich es hier schreibe,
mich durchaus so an Fakten reibe.
Ich sag, er ging dann auch in´ Garten,
ließ sein Geschreibsel erst mal warten,
erquickte sich am Duft der Pflanzen
und sah vergnügt die Mücken tanzen.
Der Schöpfer schien verrückt zu sein,
was fielen dem für Künste ein!
Der Flug der winzigen Insekten
in ihm Mathematikrätsel weckten.
Und dieser Duft war schlicht betörend,
den reinen Denker leicht verstörend.
Drum ging er bald zurück ins Haus
und dachte weiter Pensées aus.
ich weiß nicht wann - I don´t remember,
erbaute Blaise Pascal ein Haus
und schaute dann vergnügt heraus.
Ich weiß das, weil ich es hier schreibe,
mich durchaus so an Fakten reibe.
Ich sag, er ging dann auch in´ Garten,
ließ sein Geschreibsel erst mal warten,
erquickte sich am Duft der Pflanzen
und sah vergnügt die Mücken tanzen.
Der Schöpfer schien verrückt zu sein,
was fielen dem für Künste ein!
Der Flug der winzigen Insekten
in ihm Mathematikrätsel weckten.
Und dieser Duft war schlicht betörend,
den reinen Denker leicht verstörend.
Drum ging er bald zurück ins Haus
und dachte weiter Pensées aus.
Donnerstag, 31. Oktober 2013
Albatross
Schusselig und Wusselig zerstäuben in der Hängematte
Krater gähnen katergleich mit trockenem Geröll an den Rändern
Wenn sie sich aus den Klamotten schält
Die Trinkgelage echoen noch mit ein paar müden Rülpsern von fern herüber
Und ihre Hose fällt bedeutungslos auf den Boden
Das Gras - mit wenigen Ausnahmen stehen alle Halme senkrecht nach oben
Ihre Haut mag die frische Luft trotz eines leichten Fröstelns
Der Fenstersims ruht warm gespannt im einfallenden Sonnenlicht
Es wäre verfrüht zu sagen, dass ihre Lippen feucht sind
Der Schoßhund springt auf und schüttelt sich
Das Marienbild ist leicht verschattet
Die Trauben zerspringen beim Biss zwischen den Zähnen
Süßer Saft
Ihre Brust hebt sich beim langsamen Einatmen
Calypso, Candide, Kautschuk
Früher war sie ein Nesthäkchen, das ist vorbei
Tschuldigung sagt er, als er eindringt
Sie ist dankbar für den erheiternden Scherz
Und sogleich weitet sich ihre Sphäre noch um ein paar Breitengrade
Der warme Süden zum Beispiel mit Hartlaubgewächsen
Wie, wenn sich dieser Augenblick ins Unendliche dehnte
Krater gähnen katergleich mit trockenem Geröll an den Rändern
Wenn sie sich aus den Klamotten schält
Die Trinkgelage echoen noch mit ein paar müden Rülpsern von fern herüber
Und ihre Hose fällt bedeutungslos auf den Boden
Das Gras - mit wenigen Ausnahmen stehen alle Halme senkrecht nach oben
Ihre Haut mag die frische Luft trotz eines leichten Fröstelns
Der Fenstersims ruht warm gespannt im einfallenden Sonnenlicht
Es wäre verfrüht zu sagen, dass ihre Lippen feucht sind
Der Schoßhund springt auf und schüttelt sich
Das Marienbild ist leicht verschattet
Die Trauben zerspringen beim Biss zwischen den Zähnen
Süßer Saft
Ihre Brust hebt sich beim langsamen Einatmen
Calypso, Candide, Kautschuk
Früher war sie ein Nesthäkchen, das ist vorbei
Tschuldigung sagt er, als er eindringt
Sie ist dankbar für den erheiternden Scherz
Und sogleich weitet sich ihre Sphäre noch um ein paar Breitengrade
Der warme Süden zum Beispiel mit Hartlaubgewächsen
Wie, wenn sich dieser Augenblick ins Unendliche dehnte
Mittwoch, 30. Oktober 2013
Die Herausforderung der Stunde
Was ist die Herausforderung der Stunde?
Es ist eine völlig neue, geheime Kunde.
Und doch ist sie alt, wir wissens schon lange,
sie ist ein Geheimnis von höchstem Range.
Und bleibt es, so viel wir uns mühen,
es kund zu tun, es zu versprühen.
Es stiehlt, voll verhüllt, allem die Schau,
sofern ich seiner Urkraft gänzlich vertrau.
Benetzt arme Sucher mit frischem Tau,
macht Alleswisser erst richtig schlau,
und den Beknackten führt es fein vor,
dass sie schlicht spielen auf´s falsche Tor.
Es lässt froh lachen und macht unbeschwert,
lässts auch mal krachen, bleibt doch unversehrt.
Natürlich wird so die Neugier sehr groß:
was ist das Geheimnis, was ist es denn bloß?
Man kann es benennen, hervorzerrn ans Licht.
Nur das genau eben, das mag es nicht,
verschwindet verschämt dann wie ein Kind,
dem man die Würde als Menschen nimmt.
Drum müssen wir uns damit begnügen,
dass nur seine Früchte uns wirklich vergnügen.
Es ist eine völlig neue, geheime Kunde.
Und doch ist sie alt, wir wissens schon lange,
sie ist ein Geheimnis von höchstem Range.
Und bleibt es, so viel wir uns mühen,
es kund zu tun, es zu versprühen.
Es stiehlt, voll verhüllt, allem die Schau,
sofern ich seiner Urkraft gänzlich vertrau.
Benetzt arme Sucher mit frischem Tau,
macht Alleswisser erst richtig schlau,
und den Beknackten führt es fein vor,
dass sie schlicht spielen auf´s falsche Tor.
Es lässt froh lachen und macht unbeschwert,
lässts auch mal krachen, bleibt doch unversehrt.
Natürlich wird so die Neugier sehr groß:
was ist das Geheimnis, was ist es denn bloß?
Man kann es benennen, hervorzerrn ans Licht.
Nur das genau eben, das mag es nicht,
verschwindet verschämt dann wie ein Kind,
dem man die Würde als Menschen nimmt.
Drum müssen wir uns damit begnügen,
dass nur seine Früchte uns wirklich vergnügen.
Dienstag, 29. Oktober 2013
Gottes Gedanken
Denkt Gott, lenkt Gott, macht Gott überhaupt?
Ist Gott der Herr, der das All überschaut?
Oder wohnt er in unserm Herzen und wartet dort still,
bis ich ihn suche und da finden will?
Oder ist all solch Denken Dachbodenkram
und Gott eine Leerstelle, im Grunde ein Wahn?
Eine Silbe für all unser Hoffen und Sehnen,
die wir unendlich immer weiter ausdehnen?
So fragend dreh ich mich delirierend im Kreis
und stell fest, dass ich nichts und alles weiß.
Wohlbefinden, heitre Laute und glückliches Glucksen
gefallen mir besser als solch Herumdrucksen.
Und ist auch der Sinn manchmal schwer zu entschlüsseln,
gar unmöglich, wenn man horcht gierig mit Schüsseln,
so ist doch die Lebenslust ganz offenbar,
das Leben feiert sich selbst ganz und gar.
Und feiert es prallvoll, in dem Fall die Sprache,
wird Spekulation schnell zur grauöden Brache,
auf der dürr diese Distel vertrocknet,
die zu solch theologischem Fragen verlocket.
Ist Gott der Herr, der das All überschaut?
Oder wohnt er in unserm Herzen und wartet dort still,
bis ich ihn suche und da finden will?
Oder ist all solch Denken Dachbodenkram
und Gott eine Leerstelle, im Grunde ein Wahn?
Eine Silbe für all unser Hoffen und Sehnen,
die wir unendlich immer weiter ausdehnen?
So fragend dreh ich mich delirierend im Kreis
und stell fest, dass ich nichts und alles weiß.
Wohlbefinden, heitre Laute und glückliches Glucksen
gefallen mir besser als solch Herumdrucksen.
Und ist auch der Sinn manchmal schwer zu entschlüsseln,
gar unmöglich, wenn man horcht gierig mit Schüsseln,
so ist doch die Lebenslust ganz offenbar,
das Leben feiert sich selbst ganz und gar.
Und feiert es prallvoll, in dem Fall die Sprache,
wird Spekulation schnell zur grauöden Brache,
auf der dürr diese Distel vertrocknet,
die zu solch theologischem Fragen verlocket.
Montag, 28. Oktober 2013
Blausäure
Gertrude schickt mal eben
Die lästigen Freier zum Teufel
Dereinst wird sich erweisen, dass sie recht tat
Im Hangar stehen trotzig die Flieger
Ein Eldorado ist es nicht, was sie bewachen
Der Türsteher heizt noch einmal kräftig ein
Die Tore stehen weit auf zum graduierten Empfang
In der Telefonzentrale läuten schrill die Glocken
Mannesmann und VW sind blind erschrocken
Die Würste und Wecken sind ein wenig kalt
Keiner kann sich so richtig verstecken
Wer weiß, was es bedeutet, der melde sich
In den dünnen Luftschichten des Entkommens
Die lästigen Freier zum Teufel
Dereinst wird sich erweisen, dass sie recht tat
Im Hangar stehen trotzig die Flieger
Ein Eldorado ist es nicht, was sie bewachen
Der Türsteher heizt noch einmal kräftig ein
Die Tore stehen weit auf zum graduierten Empfang
In der Telefonzentrale läuten schrill die Glocken
Mannesmann und VW sind blind erschrocken
Die Würste und Wecken sind ein wenig kalt
Keiner kann sich so richtig verstecken
Wer weiß, was es bedeutet, der melde sich
In den dünnen Luftschichten des Entkommens
Freitag, 25. Oktober 2013
Poetry slam
Wie ist nur alles so trübe und grau
in mir und auch vor meinem Bau!
Doch will ich die Menschen ein wenig erfreuen
und lustige Reime unter sie streuen.
Es muss auch ein bisschen nach Weisheit klingen,
ohn´ Weisheit kann man nicht Preise erringen.
Und irgendwie muss ich das Publikum mitreißen.
Sie sollen sich ruhig an mir Unikum festbeißen.
Aber letztlich, wenn ich ehrlich bin, ist alles egal,
geht´s nur um Erleuchtung, alles andre ist schal.
So beseelt, inspiriert, drauflos reden!
Voll und ganz vom Geist erfasst den Glücksrausch lostreten,
dass der Letzte hint´ im Saal begeistert aufschreit:
mehr mehr mehr, ertrag es nicht, wenn Sprache ausbleibt!
Und die erste in der Reihe Nummer eins
auf die Bühne will und schreit: mach mir meins!
Und der Saal tobt und die Wände schon wackeln.
Kann es sein, dass unser Brand sie abfackeln?!
Nein, wir haben überfliegend in der Hand
unsern klaren und blitzschnellen Slam-Verstand.
Wir durchpflügen energetisch alle Themen,
reißen aus Lethargie die Bequemen.
Wachsen Flügel allen Schweinen oder Ochsen,
- so im Flug ist´s vorbei mit dummem Boxen.
So im Flug muss man nur behende schwingen,
lässt sich flugs in alles Liebe eindringen.
Und beglückt liegt sich der Saal dann in Armen.
Der eine schluchzt, der andere weint zum Herzerbarmen.
Wie kann es nur ein solches Glück gemeinsam geben?!
Wenn man schlicht mehr erwartet von seinem Leben.
in mir und auch vor meinem Bau!
Doch will ich die Menschen ein wenig erfreuen
und lustige Reime unter sie streuen.
Es muss auch ein bisschen nach Weisheit klingen,
ohn´ Weisheit kann man nicht Preise erringen.
Und irgendwie muss ich das Publikum mitreißen.
Sie sollen sich ruhig an mir Unikum festbeißen.
Aber letztlich, wenn ich ehrlich bin, ist alles egal,
geht´s nur um Erleuchtung, alles andre ist schal.
So beseelt, inspiriert, drauflos reden!
Voll und ganz vom Geist erfasst den Glücksrausch lostreten,
dass der Letzte hint´ im Saal begeistert aufschreit:
mehr mehr mehr, ertrag es nicht, wenn Sprache ausbleibt!
Und die erste in der Reihe Nummer eins
auf die Bühne will und schreit: mach mir meins!
Und der Saal tobt und die Wände schon wackeln.
Kann es sein, dass unser Brand sie abfackeln?!
Nein, wir haben überfliegend in der Hand
unsern klaren und blitzschnellen Slam-Verstand.
Wir durchpflügen energetisch alle Themen,
reißen aus Lethargie die Bequemen.
Wachsen Flügel allen Schweinen oder Ochsen,
- so im Flug ist´s vorbei mit dummem Boxen.
So im Flug muss man nur behende schwingen,
lässt sich flugs in alles Liebe eindringen.
Und beglückt liegt sich der Saal dann in Armen.
Der eine schluchzt, der andere weint zum Herzerbarmen.
Wie kann es nur ein solches Glück gemeinsam geben?!
Wenn man schlicht mehr erwartet von seinem Leben.
Donnerstag, 24. Oktober 2013
Ganz unten
Wo ich bin, ist keiner, es ist die Hölle.
Mein eignes Produzieren ist nur Gewölle.
Ich kann so viel, aber alles nicht richtig.
Ich bin in der Gesellschaft alles andre als wichtig.
Ich quäle mich täglich um Anerkennung
und fürchte doch meine Namensnennung.
Wettkämpfe, Contests sind mir verhasst,
ich fürchte, dass dort meine Seele verblasst,
die Kraft, die ich spüre bisweilen, erschlafft
und andre davonziehn, ich nur begafft.
Oh Himmel, wie werd ich nur endlich herauskommen
aus diesem Höllenloch und auch ein Auskommen
haben. Bis jetzt werd ich nur irgendwie ausgehalten,
weil vielleicht über allem höhre Kräfte walten.
Natürlich hab ich auch Zweifel an meinem Talent.
Seh so viel Bessres und manches, das brennt
mir geradezu mein Innerstes aus.
Ich bin dann ein Nichts, ein leeres Haus.
Doch kann ich nicht nur jammern und klagen
Ich muss einfach rausgehen und etwas wagen.
Und wenn auch alle Welt mich genüsslich verlacht,
jedes Wort, das ich spreche, zum Narren mich macht,
ich muss mich zeigen, meine Person offenbaren,
mittanzen im Reigen, zum Thron hoffend fahren.
Dort trag ich dann vor, was mir jetzt hier einfällt,
wie aber weiß ich, ob das dort gefällt.
Die Skrupel sind groß, wie werd ich je rein!?
Ihr seid meine Richter, ich gebe mich drein.
Mein eignes Produzieren ist nur Gewölle.
Ich kann so viel, aber alles nicht richtig.
Ich bin in der Gesellschaft alles andre als wichtig.
Ich quäle mich täglich um Anerkennung
und fürchte doch meine Namensnennung.
Wettkämpfe, Contests sind mir verhasst,
ich fürchte, dass dort meine Seele verblasst,
die Kraft, die ich spüre bisweilen, erschlafft
und andre davonziehn, ich nur begafft.
Oh Himmel, wie werd ich nur endlich herauskommen
aus diesem Höllenloch und auch ein Auskommen
haben. Bis jetzt werd ich nur irgendwie ausgehalten,
weil vielleicht über allem höhre Kräfte walten.
Natürlich hab ich auch Zweifel an meinem Talent.
Seh so viel Bessres und manches, das brennt
mir geradezu mein Innerstes aus.
Ich bin dann ein Nichts, ein leeres Haus.
Doch kann ich nicht nur jammern und klagen
Ich muss einfach rausgehen und etwas wagen.
Und wenn auch alle Welt mich genüsslich verlacht,
jedes Wort, das ich spreche, zum Narren mich macht,
ich muss mich zeigen, meine Person offenbaren,
mittanzen im Reigen, zum Thron hoffend fahren.
Dort trag ich dann vor, was mir jetzt hier einfällt,
wie aber weiß ich, ob das dort gefällt.
Die Skrupel sind groß, wie werd ich je rein!?
Ihr seid meine Richter, ich gebe mich drein.
Mittwoch, 23. Oktober 2013
Wenn ich ganz ruhig bin
Wenn ich ganz ruhig bin, geht der Puls gleichmäßig.
Vielleicht bin ich, so ruhig, auch etwas bräsig.
Natürlich bin ich auch gerne mal aufgeregt,
wenn mich zum Beispiel ein Wort bewegt,
zum Beispiel von einer Frau gesprochen:
das richtige Wort und ich komm gekrochen,
mit klopfendem Herzen und alles andere als ruhig.
Die Ruhe gibts dann nur von ihr, sofern ich mutig.
Ach Liebe, Seelenfriedens Beißer,
gibt´s dich denn nicht ein wenig leiser,
jenseits, abseits! der Geschlechterqualen?
Ich würd dafür ordentlich zahlen.
Doch ist nun mal die Welt gespalten,
wir haben nur ein Stück erhalten,
und um das andre zu erlangen,
muss man die ganze Welt einfangen.
Da geht dann schnell die Ruh dahin.
Und doch ist sie der Liebe Sinn.
Vielleicht bin ich, so ruhig, auch etwas bräsig.
Natürlich bin ich auch gerne mal aufgeregt,
wenn mich zum Beispiel ein Wort bewegt,
zum Beispiel von einer Frau gesprochen:
das richtige Wort und ich komm gekrochen,
mit klopfendem Herzen und alles andere als ruhig.
Die Ruhe gibts dann nur von ihr, sofern ich mutig.
Ach Liebe, Seelenfriedens Beißer,
gibt´s dich denn nicht ein wenig leiser,
jenseits, abseits! der Geschlechterqualen?
Ich würd dafür ordentlich zahlen.
Doch ist nun mal die Welt gespalten,
wir haben nur ein Stück erhalten,
und um das andre zu erlangen,
muss man die ganze Welt einfangen.
Da geht dann schnell die Ruh dahin.
Und doch ist sie der Liebe Sinn.
Dienstag, 22. Oktober 2013
Vorne dran
Bratensoße filtriert abgeschüttet,
so dünn, reflexartig aufgeleckt
Schilddrüsen
nichts
schschsch
turmhohe Veranden, mäusebespickt
was geht noch, was?
man ist umringt
Trockeneisnebel
fragt nach
lieber im Ausguss
Schokostreußel
voll auf die Klappe
geht noch, was?
Pfoten weg oder ich schieße
Thermalbad, vielleicht Bad Kissingen
Heuschnupfen
schon klar, aber was dann?
Kokosfett
ist denn alles zerstört?
Strickstrumpf in der Hand
Schschsch
Mach mal Pause.
Trixi
Jetzt geht wieder das los
Borderline
Schauwerkstatt oh
Geräteschuppen besudeln
träumerisch abgewandelt
Pustekuchen
sag mal, wer ist denn
Taubenschiss
Troisdorf
Plattenbau
ach die Nudeln
geht mir nicht mehr aus dem Sinn
Blockheizkraftwerk
Sodele
Ach komm, ich hab dich lieb
Personalstrukturen
Pret-a-porter
dauernd geht irgendwas daneben
Schusters Rappen
Säufer
jetzt ist alles davon
Bistum- welches?
tot
nur noch ein Dauerläufer
Montag, 21. Oktober 2013
Truppenübungsplatz
Wie weit ist das Land, wie groß die Verführung,
schlicht alles zu sagen, vollkommne Berührung,
ganz zu umarmen, zu versinken in Liebe,
mit höchstem Erbarmen, entfesseltem Triebe.
Mit jedem Wort tief einzudringen,
in aller Seelen ein Lied zu singen,
wie groß ist die Lust, sich ganz zu vermählen,
jedem von uns vom Glück zu erzählen,
das wir, wir Menschen erreichen können
durch Geist, den wir allen, auch Reichen gönnen.
Ein Wort kann manchmal ein Leben ändern,
Leichtigkeit, Lust und Liebe spenden.
Drum geb ich jetzt dieser Verführung nach,
kose und streichle dich mit meiner Sprach´,
suche nach sprachätherischen Ölen,
lasse auch mal zum Spaß jemand grölen,
dass es dich erotisch bezwitzelt,
Lippen, Augen, Arsch auch bekitzelt,
dass es, ein Wort nur, dich katapultiert
in lichtste Höhen ohn´ dass es dich friert,
dass deine Lust sich ins Grandiose steigert,
dein Dasein sich keiner Metamorphose verweigert,
dein Potential als unendlich erkannt wird
und jede Qual luststeigernd verwandt wird.
So dich zu lieben wie viele Millionen
lässt mich fast schon im Himmelreich wohnen.
schlicht alles zu sagen, vollkommne Berührung,
ganz zu umarmen, zu versinken in Liebe,
mit höchstem Erbarmen, entfesseltem Triebe.
Mit jedem Wort tief einzudringen,
in aller Seelen ein Lied zu singen,
wie groß ist die Lust, sich ganz zu vermählen,
jedem von uns vom Glück zu erzählen,
das wir, wir Menschen erreichen können
durch Geist, den wir allen, auch Reichen gönnen.
Ein Wort kann manchmal ein Leben ändern,
Leichtigkeit, Lust und Liebe spenden.
Drum geb ich jetzt dieser Verführung nach,
kose und streichle dich mit meiner Sprach´,
suche nach sprachätherischen Ölen,
lasse auch mal zum Spaß jemand grölen,
dass es dich erotisch bezwitzelt,
Lippen, Augen, Arsch auch bekitzelt,
dass es, ein Wort nur, dich katapultiert
in lichtste Höhen ohn´ dass es dich friert,
dass deine Lust sich ins Grandiose steigert,
dein Dasein sich keiner Metamorphose verweigert,
dein Potential als unendlich erkannt wird
und jede Qual luststeigernd verwandt wird.
So dich zu lieben wie viele Millionen
lässt mich fast schon im Himmelreich wohnen.
Freitag, 18. Oktober 2013
Wiedada
Die Ferien waren so schön.
Ich könnt stundenlang darüber klön´.
Ich möcht eigentlich gar nicht wieder in so ´n Rythmus reinkommen,
wo alles wieder passen muss, in jeder Hinsicht, auch das Einkommen.
Aber so ist nun mal der Alltag,
Da geht es eben um den Zahltag.
Man muss wieder den Stein hinaufwälzen,
Sysiphus sein, manchmal auf Stelzen.
Natürlich muss sich nicht immer alles reimen,
Widersprüche können stehen bleiben. Punkt.
Aber am End können wir doch nicht verneinen,
dass wir´s gern harmonisch hätten, dass es funkt.
Und auch der Rhythmus ist natürlich wichtig beim Tun.
Weil man da mit muss und ein Tanz ist, selbst im Ruh´n
Und der Alltag, der so graue, wird dann bunt.
Überraschend, immer spannend und gesund.
Ich könnt stundenlang darüber klön´.
Ich möcht eigentlich gar nicht wieder in so ´n Rythmus reinkommen,
wo alles wieder passen muss, in jeder Hinsicht, auch das Einkommen.
Aber so ist nun mal der Alltag,
Da geht es eben um den Zahltag.
Man muss wieder den Stein hinaufwälzen,
Sysiphus sein, manchmal auf Stelzen.
Natürlich muss sich nicht immer alles reimen,
Widersprüche können stehen bleiben. Punkt.
Aber am End können wir doch nicht verneinen,
dass wir´s gern harmonisch hätten, dass es funkt.
Und auch der Rhythmus ist natürlich wichtig beim Tun.
Weil man da mit muss und ein Tanz ist, selbst im Ruh´n
Und der Alltag, der so graue, wird dann bunt.
Überraschend, immer spannend und gesund.
Mittwoch, 9. Oktober 2013
Ein paar Tage Urlaub für Geist und Körper.
Und die Seele, die urlaubsvorschriftsmäßig dabei baumeln soll, entlassen wir aus allen Pflichten.
Ich danke allen Lesern und bin am 18. Oktober wieder da.
Dienstag, 8. Oktober 2013
...Die größte aber ist die Liebe
Ja, wo ist sie, die Liebe, wie kann man sie erlangen?
So, aus dem Stand, wo soll man da anfangen?
Die Liebe, nicht nur als Gedanken.
Nein, ein umfassendes Gefühl, ohne Schranken.
Wüsst ich´s, dann würde ich es sagen,
so aber muss ich es ertragen,
dass ich gerügt werde ob der Frage.
Ohne Antwort bleibt es nur Klage.
Zu hoch, zu schwer, alles zu lieben,
beim lieben Wollen aufgerieben.
Ach nein, ich will nicht, bitte nur.
Schenk Dir mein Herz, folge der Spur,
die Suchende so oft gegangen sind
und sich entdeckten als ein banges Kind,
das Hilfe braucht aus Gottes Geist,
der diese selbst so oft verheißt.
Daran muß ich, will ich glauben,
wenn je ich diese süßen Trauben
der Liebe, welch Versprechen! kosten will.
Ich wart auf meinem Posten still.
Und du, wart mit mir mit Vertrauen,
zu zweit könn´wir ein Haus erbauen.
Wir flechten uns ein Liebesnest,
als sei´s ein neu erfundnes Fest.
Und alle dürfen schauen, kommen
und rufen, hei, ihr geilen Frommen,
wir möchten gerne mit dabei sein
finden den Liebesliederfreireim.
Oh ja, dann fliegt ein Pfingstgeist durch die Lüfte,
versprüht im Haus Erschaffensdüfte.
Und dieses Haus ist alle Welt,
sie wird von unserm Geist bestellt,
und wie sollte man da nicht lieben,
sieht man sie blühn mit neuen Trieben.
So, aus dem Stand, wo soll man da anfangen?
Die Liebe, nicht nur als Gedanken.
Nein, ein umfassendes Gefühl, ohne Schranken.
Wüsst ich´s, dann würde ich es sagen,
so aber muss ich es ertragen,
dass ich gerügt werde ob der Frage.
Ohne Antwort bleibt es nur Klage.
Zu hoch, zu schwer, alles zu lieben,
beim lieben Wollen aufgerieben.
Ach nein, ich will nicht, bitte nur.
Schenk Dir mein Herz, folge der Spur,
die Suchende so oft gegangen sind
und sich entdeckten als ein banges Kind,
das Hilfe braucht aus Gottes Geist,
der diese selbst so oft verheißt.
Daran muß ich, will ich glauben,
wenn je ich diese süßen Trauben
der Liebe, welch Versprechen! kosten will.
Ich wart auf meinem Posten still.
Und du, wart mit mir mit Vertrauen,
zu zweit könn´wir ein Haus erbauen.
Wir flechten uns ein Liebesnest,
als sei´s ein neu erfundnes Fest.
Und alle dürfen schauen, kommen
und rufen, hei, ihr geilen Frommen,
wir möchten gerne mit dabei sein
finden den Liebesliederfreireim.
Oh ja, dann fliegt ein Pfingstgeist durch die Lüfte,
versprüht im Haus Erschaffensdüfte.
Und dieses Haus ist alle Welt,
sie wird von unserm Geist bestellt,
und wie sollte man da nicht lieben,
sieht man sie blühn mit neuen Trieben.
Montag, 7. Oktober 2013
Die große Frage
Ein kugelrunder, großer Mann
greift ganz behend den Türgriff an,
verliert dabei die Contenance
und fällt, warum nur? schnell in Trance.
Er kippt vornüber wie ein Stuhl,
fast schon geräuschlos, somnambul,
und kugelt dann gleich einem Ball
dahin. Es ist ein Dauerfall.
Er hat die Beine eingezogen,
sein Rücken ist ganz rund gebogen
und seine Arme liegen an,
ein süßer runder Kugelmann.
Er gibt sich frei zum Rumgekicke,
postiert sich nicht mehr, nichts mehr Knigge,
und rollt dahin, frei, willenlos,
ganz eins mit sich und seinem Los.
Und doch fehlt ihm die Kraft im Schritt,
die Kugel dort nimmt ihn nicht mit,
er kann nicht aus ihr raus betören,
kann nicht vertrauend auf sie hören.
Belebt nicht stark seine Umgebung,
setzt mehr im Fallen auf Vergebung.
Wie schön wäre er ganz entfaltet,
so dass nur Eros in ihm waltet.
Er jenen Türgriff kraftvoll fasste,
weil es auch seinem Gott so passte,
und er - Geist, Seele, Körper einig -
sich ausstreckte, All umfasste, ein Ich.
Das liebt, das zeugt, das greift weit aus
in lebensvollem Saus und Braus.
Und alle seine Spuren zeugten
vom Menschen, den nicht andre beugten.
Oh, wie würden wir solchen küssen,
mit freier Brust, nicht weil wir müssten.
Wie würde solch ein Held geliebt,
weil er uns selbst ins Helle schiebt
in sanft selbstvorbildlicher Weise,
ein Guide auf unsrer Lebensreise.
Freitag, 4. Oktober 2013
Sonnenaufgang
Die Sonne, makellose Lichtquantenemittentin, bemalt Himmel und Zimmerwand blutrot.
Nirgends schiebt sich Zweifel in das Geschehen.
Die Zustimmung zur Lichtflut ist leidenschaftlich, nicht nur bei den ruhig ragenden Zweigen der Weide.
Der Himmel vermag mit extremfarbigen Wolkennoten einen verwegenen symphonischen Satz draus zu machen.
Das Finale gleicht einem Hauch aus dem Mund der Geliebten.
Nirgends schiebt sich Zweifel in das Geschehen.
Die Zustimmung zur Lichtflut ist leidenschaftlich, nicht nur bei den ruhig ragenden Zweigen der Weide.
Der Himmel vermag mit extremfarbigen Wolkennoten einen verwegenen symphonischen Satz draus zu machen.
Das Finale gleicht einem Hauch aus dem Mund der Geliebten.
Abonnieren
Posts (Atom)