Ich möchte so gerne, dass du mich küsst,
das wäre der Anfang, das Grundgerüst.
Unser Leben ist eine so kurze Frist,
in der jeder Augenblick kostbar ist.
Und dennoch, wir haben alle Zeit der Welt,
bis uns ein Ja zueinander so richtig gefällt.
Du musst mir erst noch die Wahrheit sagen?
Auch ich hätt da noch einige Fragen.
Die Köstlichkeit der Liebe kann warten?
So viel ist auszuwetzen noch an Scharten.
Man kann, zumal in diesen Dingen,
beim besten Willen nichts erzwingen.
Und doch, ist´s nicht der erste Schritt, der zählt,
der statt Erklärungen das Nahsein wählt,
der auf das Höchste setzt, das wir besitzen:
Verzeihen, Schauen zu den lichten Spitzen?
Ich bin ein Mensch, der Fehler macht,
doch irgendwann darüber lacht.
So möcht ich über deine lachen
und letztlich doch nur Liebe machen.
_________________JEDER TAG EIN NEUER ANFANG____________JEDEN TAG EIN NEUES WORT___________________
Dienstag, 14. Januar 2014
Montag, 13. Januar 2014
Lebenslange Bemühung
Jetzt gilt: Ruhe bewahren
auseinanderdriften vermeiden
scheitern inbegriffen
ich werfe mich dir vor die Füße
schulterlanges Haar
entschieden, ich brauche dich zum Lieben
jeden
je weiter die Arme aufgehen, desto größer ist die Liebe
plötzlich ist etwas klar
hast du die Härchen auf deiner Brust schon lange
Stilfragen
Parklücken
jetzt möcht ich an deinem Dings hochklettern
wie können wir alle zusammen jetzt einen Akt zelebrieren
gefährliche Modeschauen
komm, küss mich jetzt einfach mal hierhin
treibstoffgeschwängert
Zellophan knistert so schön, wenn man es zusammenknüllt
humtätä
offiziell abgebürstet
shortlist
jetzt geh ich dir aber mal so richtig an die Brüste
Kontoauszüge
zerronnen vor dem Hintergrund...
jetzt kommt zusammen, wer zusammengehört
schon gut, schließlich erledigt mich nichts mehr
Flaschen, komm nicht
ach, das Erdenrund
jetzt bist du in mir und ich in dir
Treibsand, hörst du es rieseln
dieser feine milde Lufthauch
auseinanderdriften vermeiden
scheitern inbegriffen
ich werfe mich dir vor die Füße
schulterlanges Haar
entschieden, ich brauche dich zum Lieben
jeden
je weiter die Arme aufgehen, desto größer ist die Liebe
plötzlich ist etwas klar
hast du die Härchen auf deiner Brust schon lange
Stilfragen
Parklücken
jetzt möcht ich an deinem Dings hochklettern
wie können wir alle zusammen jetzt einen Akt zelebrieren
gefährliche Modeschauen
komm, küss mich jetzt einfach mal hierhin
treibstoffgeschwängert
Zellophan knistert so schön, wenn man es zusammenknüllt
humtätä
offiziell abgebürstet
shortlist
jetzt geh ich dir aber mal so richtig an die Brüste
Kontoauszüge
zerronnen vor dem Hintergrund...
jetzt kommt zusammen, wer zusammengehört
schon gut, schließlich erledigt mich nichts mehr
Flaschen, komm nicht
ach, das Erdenrund
jetzt bist du in mir und ich in dir
Treibsand, hörst du es rieseln
dieser feine milde Lufthauch
Freitag, 10. Januar 2014
Der schöne Morgen
Aus schaumvollem Bad steigt die Sonne
die Karriere läuft gut, sie ist oben
elegante Drehung
Schokostreußel liegen auf dem Boden
der Almanach ist aufgeschlagen
die Zungen berühren sich
Quartette spielen
der Räuber Hotzenplotz wankt
die Materialschlacht ist geschlagen
Persephone schwebt
einstiger Tiger gehorsam
Schranken gefallen
Schutzhüllen abgezogen
Palladin in goldenem Licht
Gewittergrollen einladend
hübsche Fältchen erzeugen Süße
fantastische Ausblicke in sanfte Hauttäler
im Auge Glanz
großformatige Rätselbilder an den Wänden
Perlen
rasante Purzelbäume sich berührender Finger
Schraubstöcke stehen still
Prachtgrundstücke dehnen sich aus bis zum Horizont
Silben gleiten über die Lippen
kurz bevor die Schulter geküsst wird
dieser Dauerton bricht plötzlich ab
sofort sofort sofort
schneuzende Zwischentöne
matt, logisch, aber nicht jetzt
der Stiel steht weit nach oben
weit waren die Ausblicke von den Berghöhen
Schokostreußel noch immer
lähmende Unterbrechungen, weggescheucht
sicher betrieben
Scholastik klingelt ein bißchen
warum wagen wir nicht den Schritt
Meter für Meter geht es vorwärts
aufhören käme einer Todsünde gleich
liebliche Weiden oder meadows
Schießpulver jetzt erfunden
nitrathaltig das Ganze
vielleicht Füssen, oh nöh
schweinisch, nein, nicht auf den Höhen, auf denen wir uns tummeln
siehst du in der Ferne die Leuchtschrift?
pastos würd ich mal sagen
umwerfend, macht mich aufschreiend und hämmert drauflos
pass bloß auf, dass du nicht fällst
Fallen gehört zum Fliegen
die Wolken, mehr noch, sind schon längst erreicht
wir können uns auch nochmal umdrehen oder so bleiben
Meter für Meter
schrei, schrei, schrei oder schweig
die Luft ist dünn, aber erfolgreich
Trommeln könnten sein, aber braucht nicht
rase doch so schön weiter oder tumultuös
Koks, ach was
Trittbrettfahrer sind willkommen, aber fallen leider vom Trittbrett
stört nicht
Konzertharfen rauschen vieltönig
zimperlich ist hier niemand
Fladenbrot muss jetzt nicht sein
hörst du den Mann mit dem Vollrausch!?
Peitschen sind süße Servierer
du musst nichts tun
Pfahlwurzeln gründen tief
auf der Lauer liegt vielleicht ein kleines lachendes Kind
vielleicht Peterchens Mondfahrt
Sozialwissenschaften bemühen sich auch
jetzt trommeln schon fast alle Bewohner des Erdkreises
die Heiligen rücken ein wenig zur Seite, Platz schaffen
groß klebt an den Worten, aber es ist mehr
viel Gelb beigemischt
Jubel wäre jetzt etwas, das man ausstoßen könnte,
aber es muss mehr sein, immer weiter
du wirst dich öffnen müssen, Mensch, ganz und gar.
die Karriere läuft gut, sie ist oben
elegante Drehung
Schokostreußel liegen auf dem Boden
der Almanach ist aufgeschlagen
die Zungen berühren sich
Quartette spielen
der Räuber Hotzenplotz wankt
die Materialschlacht ist geschlagen
Persephone schwebt
einstiger Tiger gehorsam
Schranken gefallen
Schutzhüllen abgezogen
Palladin in goldenem Licht
Gewittergrollen einladend
hübsche Fältchen erzeugen Süße
fantastische Ausblicke in sanfte Hauttäler
im Auge Glanz
großformatige Rätselbilder an den Wänden
Perlen
rasante Purzelbäume sich berührender Finger
Schraubstöcke stehen still
Prachtgrundstücke dehnen sich aus bis zum Horizont
Silben gleiten über die Lippen
kurz bevor die Schulter geküsst wird
dieser Dauerton bricht plötzlich ab
sofort sofort sofort
schneuzende Zwischentöne
matt, logisch, aber nicht jetzt
der Stiel steht weit nach oben
weit waren die Ausblicke von den Berghöhen
Schokostreußel noch immer
lähmende Unterbrechungen, weggescheucht
sicher betrieben
Scholastik klingelt ein bißchen
warum wagen wir nicht den Schritt
Meter für Meter geht es vorwärts
aufhören käme einer Todsünde gleich
liebliche Weiden oder meadows
Schießpulver jetzt erfunden
nitrathaltig das Ganze
vielleicht Füssen, oh nöh
schweinisch, nein, nicht auf den Höhen, auf denen wir uns tummeln
siehst du in der Ferne die Leuchtschrift?
pastos würd ich mal sagen
umwerfend, macht mich aufschreiend und hämmert drauflos
pass bloß auf, dass du nicht fällst
Fallen gehört zum Fliegen
die Wolken, mehr noch, sind schon längst erreicht
wir können uns auch nochmal umdrehen oder so bleiben
Meter für Meter
schrei, schrei, schrei oder schweig
die Luft ist dünn, aber erfolgreich
Trommeln könnten sein, aber braucht nicht
rase doch so schön weiter oder tumultuös
Koks, ach was
Trittbrettfahrer sind willkommen, aber fallen leider vom Trittbrett
stört nicht
Konzertharfen rauschen vieltönig
zimperlich ist hier niemand
Fladenbrot muss jetzt nicht sein
hörst du den Mann mit dem Vollrausch!?
Peitschen sind süße Servierer
du musst nichts tun
Pfahlwurzeln gründen tief
auf der Lauer liegt vielleicht ein kleines lachendes Kind
vielleicht Peterchens Mondfahrt
Sozialwissenschaften bemühen sich auch
jetzt trommeln schon fast alle Bewohner des Erdkreises
die Heiligen rücken ein wenig zur Seite, Platz schaffen
groß klebt an den Worten, aber es ist mehr
viel Gelb beigemischt
Jubel wäre jetzt etwas, das man ausstoßen könnte,
aber es muss mehr sein, immer weiter
du wirst dich öffnen müssen, Mensch, ganz und gar.
Donnerstag, 9. Januar 2014
Patent
Heut kümmert mich rein gar nichts. Anarchie!
Heut red ich lauter Blödsinn. Idiotie!
Und doch möcht ich natürlich was Gescheites sagen,
wir wollen ja alle nicht nur an Knochen nagen.
Ich bemüh mich jetzt aber um Gescheites kein bisschen.
Knobel aber doch jetzt, vielleicht Küsschen?
Und lieg damit schon wieder auf der Schiene,
auf der ich seit einiger Zeit dich bediene.
Aber wollen wir denn schon wieder nur Liebesverse,
das Netz hier missbrauchen wie viele Perverse?
Wir wollen doch sachlich nur Informationen austauschen
und nicht unsre Liebessehnsucht unendlich aufplauschen.
Drum reden wir schlicht jetzt mal vom Wetter:
so mild, so warm, es geht kaum netter.
Mitten im Winter, wenn es sonst schneit.
Natürlich tun uns die Amis leid:
Die friern sich draußen jetzt den Arsch ab.
Die Temperaturen sprengen jeden Maßstab.
Da müssen sie jetzt zueinander kuscheln.
Wie soll der NSA da unverfroren tuscheln?!
Vielleicht ist ja auch bald bei uns zappeduster.
Dann muss wohl doch wieder der alte Wust her.
Das Zeug mit dem Lieben und dem Hohen Sinn.
Drum freu ich mich, dass ich heut noch blödsinnig bin.
Heut red ich lauter Blödsinn. Idiotie!
Und doch möcht ich natürlich was Gescheites sagen,
wir wollen ja alle nicht nur an Knochen nagen.
Ich bemüh mich jetzt aber um Gescheites kein bisschen.
Knobel aber doch jetzt, vielleicht Küsschen?
Und lieg damit schon wieder auf der Schiene,
auf der ich seit einiger Zeit dich bediene.
Aber wollen wir denn schon wieder nur Liebesverse,
das Netz hier missbrauchen wie viele Perverse?
Wir wollen doch sachlich nur Informationen austauschen
und nicht unsre Liebessehnsucht unendlich aufplauschen.
Drum reden wir schlicht jetzt mal vom Wetter:
so mild, so warm, es geht kaum netter.
Mitten im Winter, wenn es sonst schneit.
Natürlich tun uns die Amis leid:
Die friern sich draußen jetzt den Arsch ab.
Die Temperaturen sprengen jeden Maßstab.
Da müssen sie jetzt zueinander kuscheln.
Wie soll der NSA da unverfroren tuscheln?!
Vielleicht ist ja auch bald bei uns zappeduster.
Dann muss wohl doch wieder der alte Wust her.
Das Zeug mit dem Lieben und dem Hohen Sinn.
Drum freu ich mich, dass ich heut noch blödsinnig bin.
Mittwoch, 8. Januar 2014
Treibgut
Größenverhältnisse Schostakowitsch Psi Fallström Pschorr Hundsköttel Gierkragen,
scheu ich mich etwas zu sagen?
Du leistest Widerstand gegen den Unsinn?
Zu spielen aber will gelernt sein.
Man kommt da um den Unsinn nicht umhin.
Wir fassen das Brot an, das zunächst hart ist,
solange bis unsere Rede in Fahrt ist.
Solange patschen wir tolpatschig ins Leere
oder greifen weit aus ins Ungefähre.
Irgendwann kommen wir exakt auf den Punkt,
auch wenn man da noch so viel unkt.
Ich weiß noch nicht, wo wir exakt landen,
vielleicht spielen wir auch über Banden,
aber irgendwann trifft der Hammer den Kopf
und dann ist er ab, der alte Zopf.
Dann sprechen wir in seligen Räuschen,
liegt hinter uns, dass wie uns täuschen,
umschwirrn wie die Falter jeden Menschen
und haun auf die Pauke und glänzen.
Die Zunge ist frei und sie flattert,
als ob sie das Glückslos ergattert.
Sie küsst mit schrägen Worten eine Oma,
obwohl die schon schläft im Koma.
Sie watschelt wie ´n Betrunkner zum Polizisten:
hey willst deinen Kopf ausmisten?
Sie schwankt wie besoffen zu nem Paar:
wisst ihr eigentlich, was Liebe mal war?
Sie schnalzt, denn das kann sie am besten:
nun wolln wir euch mit Geist mästen!
Ich küsse euch mit schrägen Sätzen,
schon hängt euer Ornat in Fetzen.
Ich schau euch tief in die Augen,
wie sie doch zum Austausch taugen!
Ich umflieg euch, geb ´n Klapps auf den Rücken,
vor Genialem muss keiner sich bücken.
Ein Liebeswind rauscht durch die Herzen,
wer will, kann darüber scherzen.
Ich setz mich behend auf dein ´Schoß,
groß oder Los denk ich da bloß
und küsse dich direkt auf den Mund:
so, Liebster, sind wir gesund.
Wir liegen uns leicht in den Armen,
Geist hat mit allem Erbarmen,
und ist dein Herz noch etwas schwer,
nimm mich als deinen Teddybär.
scheu ich mich etwas zu sagen?
Du leistest Widerstand gegen den Unsinn?
Zu spielen aber will gelernt sein.
Man kommt da um den Unsinn nicht umhin.
Wir fassen das Brot an, das zunächst hart ist,
solange bis unsere Rede in Fahrt ist.
Solange patschen wir tolpatschig ins Leere
oder greifen weit aus ins Ungefähre.
Irgendwann kommen wir exakt auf den Punkt,
auch wenn man da noch so viel unkt.
Ich weiß noch nicht, wo wir exakt landen,
vielleicht spielen wir auch über Banden,
aber irgendwann trifft der Hammer den Kopf
und dann ist er ab, der alte Zopf.
Dann sprechen wir in seligen Räuschen,
liegt hinter uns, dass wie uns täuschen,
umschwirrn wie die Falter jeden Menschen
und haun auf die Pauke und glänzen.
Die Zunge ist frei und sie flattert,
als ob sie das Glückslos ergattert.
Sie küsst mit schrägen Worten eine Oma,
obwohl die schon schläft im Koma.
Sie watschelt wie ´n Betrunkner zum Polizisten:
hey willst deinen Kopf ausmisten?
Sie schwankt wie besoffen zu nem Paar:
wisst ihr eigentlich, was Liebe mal war?
Sie schnalzt, denn das kann sie am besten:
nun wolln wir euch mit Geist mästen!
Ich küsse euch mit schrägen Sätzen,
schon hängt euer Ornat in Fetzen.
Ich schau euch tief in die Augen,
wie sie doch zum Austausch taugen!
Ich umflieg euch, geb ´n Klapps auf den Rücken,
vor Genialem muss keiner sich bücken.
Ein Liebeswind rauscht durch die Herzen,
wer will, kann darüber scherzen.
Ich setz mich behend auf dein ´Schoß,
groß oder Los denk ich da bloß
und küsse dich direkt auf den Mund:
so, Liebster, sind wir gesund.
Wir liegen uns leicht in den Armen,
Geist hat mit allem Erbarmen,
und ist dein Herz noch etwas schwer,
nimm mich als deinen Teddybär.
Dienstag, 7. Januar 2014
Auf der Liebesinsel
Weißt du, wo wir uns hinbetten sollten,
es müsste weit weg sein, raus aus der Mühsal.
Es müsste wo sein, wo nicht Donner mehr grollten,
es müsste hell sein ohn´ jedwede Trübsal.
Es müsste wo sein, wo uns kein Depp mehr erreichte,
wo Blumen im sanften Wind sich wiegen,
wo nur eines zählt, das Luftige, Leichte,
alles Beschwerende kommt zum Erliegen.
Balkonien, Andalusien, Tonga, Curacao,
wo funkelt mein Liebessehnsuchtsort?
Vielleicht ist es ja so, dass ich mich nicht trau,
in mich reinzuschauen und will deshalb fort?
Vielleicht gibts in mir selbst eine Insel der Liebe,
vielleicht gibts in mir einen Ozean,
und wenn ich mein Schiffchen ins Wasser schiebe,
kommts vielleicht eines Tages dort an.
Dann lieg ich vergnügt unter wedelnden Palmen
und küsse ein goldbraunes Mädchen,
derweil um mich rum die Schlote qualmen
und Liebe verschollen zwischen Drähtchen.
Dann sitz ich da auf meiner Insel
und über mein Gesicht geht ein Strahlen,
hör nur von ferne noch ein Gewinsel
oder ist es mein eigenes Prahlen?
Montag, 6. Januar 2014
Große Reformen
In neuen frischen Worten schwelgen,
das macht Spaß.
Das Alte schlicht vergessen, Blumen verwelken,
öffnen ein neues Fass.
Und dann blinken da neue, kostbare Perlen
und die Neugier kann sich austoben.
Vielleicht vergnügen wir uns mal mit ganz andern Kerlen,
was wir schon allzu lange hinausschoben.
Oder wir schaukeln mal Nachbars Kinder in´ Schlaf.
Oder mal ganz anders: wir sind nicht mehr brav.
Anstatt immer einzugehen auf jedes Geleier,
hören wir mal auf unsere eigenen Eier.
Schwenken den Hut, wo man sonst nur den Kopf senkt.
Weil: wir spüren Glut, wo sonst nur der Kopf denkt.
So kann man eingefahrene Strukturen aufbrechen,
mit Geist, der immer vor den Toren wartet, laut sprechen.
Das ist dann vielleicht alles nicht mehr so ganz kontrolliert,
mag sein, dass es am Anfang etwas die Contenance verliert,
um dann allerdings immer sicherer aufzutreten
und schließlich zu gleichen großen Gebeten,
die allerdings nicht flehend Zukunft beschwören,
sondern mit Anmut und Kraft Jetzt betören.
Aphrodite ist da und ein christlicher Engel,
göttlicher Geist statt religösem Gedrängel.
das macht Spaß.
Das Alte schlicht vergessen, Blumen verwelken,
öffnen ein neues Fass.
Und dann blinken da neue, kostbare Perlen
und die Neugier kann sich austoben.
Vielleicht vergnügen wir uns mal mit ganz andern Kerlen,
was wir schon allzu lange hinausschoben.
Oder wir schaukeln mal Nachbars Kinder in´ Schlaf.
Oder mal ganz anders: wir sind nicht mehr brav.
Anstatt immer einzugehen auf jedes Geleier,
hören wir mal auf unsere eigenen Eier.
Schwenken den Hut, wo man sonst nur den Kopf senkt.
Weil: wir spüren Glut, wo sonst nur der Kopf denkt.
So kann man eingefahrene Strukturen aufbrechen,
mit Geist, der immer vor den Toren wartet, laut sprechen.
Das ist dann vielleicht alles nicht mehr so ganz kontrolliert,
mag sein, dass es am Anfang etwas die Contenance verliert,
um dann allerdings immer sicherer aufzutreten
und schließlich zu gleichen großen Gebeten,
die allerdings nicht flehend Zukunft beschwören,
sondern mit Anmut und Kraft Jetzt betören.
Aphrodite ist da und ein christlicher Engel,
göttlicher Geist statt religösem Gedrängel.
Montag, 30. Dezember 2013
Seifenoper
Heute zieh ich mal ganz neue Saiten auf!
Heute lass ich mal der Sprache ihren Lauf!
Und wenn es mal irgendwo holpern sollte,
sag ich, dass ich das genau so wollte.
Nur: wo geht mein Nur-Sprechen plätschernd hin?
Ist es nur hohl oder macht es auch Sinn?
Schon seh ich mich stocken und nach einem Reim suchen.
Schon ist´s nicht kraftvoll, Produkt eines Eunuchen.
Der Kopf will so schnell, dass die Verse gefallen,
oder ist es das Herz, das Harmonie will krallen?
Der ganze Mensch will doch glücklich sein
und fällt damit schnell auf solch Sehnsüchte rein.
Er muss auch einfach Grusliges anpacken,
auch wenn ihn dabei große Ängste zwacken,
und wenn, wie so oft, die Harmonie ausbleibt,
ist´s nur, dass der Geist Wohlfeiles austreibt.
Ja, wenn´s scheußlich wird, plump oder grotesk,
ist´s nur, dass es häuslich wird, redundant, kafkaesk.
Raus aus dem eigenen Mief an die Sonne!
Entdecken mit Neugier, raus aus der Kolonne!
Sich anderen zuwenden, aufmachen das Herz!
Zuhören, aufmerksam sein, compassion nerds!
Wer glaubt, das wär zu viel Altruismus,
dem sag ich, mein Freund, mein Katechismus
lehrt: hab Vertrauen zur Welt, sie lehrt dich staunen,
treibt es dir aus, nur vom Heil´gen zu raunen.
Überrascht wirst du vielleicht dann begreifen:
ich stehe hier und lass mich einseifen.
Dienstag, 24. Dezember 2013
Das alte Fest
Wie alle religiösen Feste ist Weihnachten alt.
Wir lesen uralte Texte mit bekanntem Inhalt.
Alles bekannt und vertraut, - und abgedroschen?
Als wahrer Lichtbringer längst verloschen?
Ich reih mich nicht ein in die Trostweihnachtsprediger.
Bin d´accord mit jedem Süßstofferlediger.
Auch wohliges, warmes Jinglebellklingeln
erzeugt nur Bilder von mauen Rauchkringeln.
Warum ist mir dennoch das Fest dann wichtig?
Werd auch ich langsam sentimental gichtig?
Lull wohlig mich in vermeintliches Kindheitsglück,
indem ich mich um den klaren Blick drück?
Ach nein, Weihnachten ist total revolutionär.
Ich wär längst davongelaufen, wenn das nicht so wär.
Nehmen wir Maria und Josef, ein armes Paar.
Ich werd nicht Sozialromantiker, der ich niemals war.
Aber wie sie da in dem Stall die Sache managen,
ist einfach cool, kein armseliges Quetschen.
Nein, es wird da von Engelschören berichtet,
ja ist denn der Berichterstatter unterbelichtet?
Was weiß ich, wer alles da zufällig vorbeikam,
ein Glück jedenfalls gab´s zu besingen: der Heiland!
Und was, bitte schön, ist der Heiland im Stroh?
Ein Neugeborenes, Allerzartestes, Liebstes. Froh!
Froh! Froh! ist da doch jeder, der Augen und Herz hat,
und singt mit anderen sozusagen Engelslieder,
weil er nur eines will: duftigsten Flieder.
Und kommen Hirten oder halt so raue Burschen,
die sonst vielleicht etwas dumpf durch die Gegend schlurfen,
dann sind sie natürlich durch das Kind hier bewegt,
weil sich in ihrer Welt Zart-Frisches regt.
Sie sehen - und sie wussten es ja schon immer -
das Wunderbarste passiert auch in ihrem Zimmer.
Das ist das Glück, das die Geschichte uns zeigt:
Das Größte, das sich bis zum Niedrigsten neigt.
Wir lesen uralte Texte mit bekanntem Inhalt.
Alles bekannt und vertraut, - und abgedroschen?
Als wahrer Lichtbringer längst verloschen?
Ich reih mich nicht ein in die Trostweihnachtsprediger.
Bin d´accord mit jedem Süßstofferlediger.
Auch wohliges, warmes Jinglebellklingeln
erzeugt nur Bilder von mauen Rauchkringeln.
Warum ist mir dennoch das Fest dann wichtig?
Werd auch ich langsam sentimental gichtig?
Lull wohlig mich in vermeintliches Kindheitsglück,
indem ich mich um den klaren Blick drück?
Ach nein, Weihnachten ist total revolutionär.
Ich wär längst davongelaufen, wenn das nicht so wär.
Nehmen wir Maria und Josef, ein armes Paar.
Ich werd nicht Sozialromantiker, der ich niemals war.
Aber wie sie da in dem Stall die Sache managen,
ist einfach cool, kein armseliges Quetschen.
Nein, es wird da von Engelschören berichtet,
ja ist denn der Berichterstatter unterbelichtet?
Was weiß ich, wer alles da zufällig vorbeikam,
ein Glück jedenfalls gab´s zu besingen: der Heiland!
Und was, bitte schön, ist der Heiland im Stroh?
Ein Neugeborenes, Allerzartestes, Liebstes. Froh!
Froh! Froh! ist da doch jeder, der Augen und Herz hat,
und singt mit anderen sozusagen Engelslieder,
weil er nur eines will: duftigsten Flieder.
Und kommen Hirten oder halt so raue Burschen,
die sonst vielleicht etwas dumpf durch die Gegend schlurfen,
dann sind sie natürlich durch das Kind hier bewegt,
weil sich in ihrer Welt Zart-Frisches regt.
Sie sehen - und sie wussten es ja schon immer -
das Wunderbarste passiert auch in ihrem Zimmer.
Das ist das Glück, das die Geschichte uns zeigt:
Das Größte, das sich bis zum Niedrigsten neigt.
Freitag, 20. Dezember 2013
Bleibende Worte
Glück und Liebe sind so Worte,
sehen aus wie eine Torte,
immer möcht man davon naschen,
ihre Süße kurz erhaschen.
Nur der Weg zu echter Liebe
ist ein langer Schlingerpfad,
immer wieder setzt es Hiebe
für die Raupe Nimmersatt.
Und die Schläge sind oft hart,
führen auch mal bis zum Tod.
Bleibt solch Drama mir erspart,
hab ich Glück trotz aller Not.
Liebe ist, wenn ich sie spüre,
dich und dich umarmen mag
und dich damit sanft verführe
zum Genuss am heut´gen Tag.
Liebe aber ist etwas vollkommen Anarchisches und lässt sich auch durch noch so strenge Formen oder Rituale nicht herbeizitieren. Sie gehorcht niemandem und triumphiert in vollkommener Freiheit auf strahlender Höhe. Sie lässt sich nicht beschwören, nicht locken, nicht greifen. Sie lässt sich nur empfangen wie ein Geschenk. Gut, wenn man dazu bereit ist.
sehen aus wie eine Torte,
immer möcht man davon naschen,
ihre Süße kurz erhaschen.
Nur der Weg zu echter Liebe
ist ein langer Schlingerpfad,
immer wieder setzt es Hiebe
für die Raupe Nimmersatt.
Und die Schläge sind oft hart,
führen auch mal bis zum Tod.
Bleibt solch Drama mir erspart,
hab ich Glück trotz aller Not.
Liebe ist, wenn ich sie spüre,
dich und dich umarmen mag
und dich damit sanft verführe
zum Genuss am heut´gen Tag.
Liebe aber ist etwas vollkommen Anarchisches und lässt sich auch durch noch so strenge Formen oder Rituale nicht herbeizitieren. Sie gehorcht niemandem und triumphiert in vollkommener Freiheit auf strahlender Höhe. Sie lässt sich nicht beschwören, nicht locken, nicht greifen. Sie lässt sich nur empfangen wie ein Geschenk. Gut, wenn man dazu bereit ist.
Donnerstag, 19. Dezember 2013
Süße Früchte
Die tägliche Feier bleibt aus,
Bewusstseinstrübung, oh Graus.
Und dabei kann ich noch nicht mal ernst bleiben,
im Sinn von endlich Maul halten, stillschweigen.
Ich möchte sagen auf diese Weise,
dass mir nichts einfällt.
Meinetwegen flüstern ganz leise:
tote Scheinwelt.
Dieses Suchen nach Geist, erquickendem Leben,
in Wahrheit erweist´s sich als brotloses Streben.
Die Worte verfliegen wie Nebelgespinnst
bei wärmender Sonne, materiellem Verdienst.
Halb glaub ich diesem arm-sauren Lamento,
verwünsche dieses tägliche Memento,
halb hält es mich noch zwingend fest,
verspricht noch immer wahres Fest,
trau ich dem Geist noch alles zu,
Glück, Liebe, Seelenruh.
Vielleicht braucht´s dich, den Kameraden,
um mehr in Wirklichkeit zu baden,
ein Band, aus Kommunikation geflochten,
auf das einsame Schreiber immer pochten.
Denn alles, was ein Geist erschafft,
es lebt durch vieler Menschen Kraft.
Bewusstseinstrübung, oh Graus.
Und dabei kann ich noch nicht mal ernst bleiben,
im Sinn von endlich Maul halten, stillschweigen.
Ich möchte sagen auf diese Weise,
dass mir nichts einfällt.
Meinetwegen flüstern ganz leise:
tote Scheinwelt.
Dieses Suchen nach Geist, erquickendem Leben,
in Wahrheit erweist´s sich als brotloses Streben.
Die Worte verfliegen wie Nebelgespinnst
bei wärmender Sonne, materiellem Verdienst.
Halb glaub ich diesem arm-sauren Lamento,
verwünsche dieses tägliche Memento,
halb hält es mich noch zwingend fest,
verspricht noch immer wahres Fest,
trau ich dem Geist noch alles zu,
Glück, Liebe, Seelenruh.
Vielleicht braucht´s dich, den Kameraden,
um mehr in Wirklichkeit zu baden,
ein Band, aus Kommunikation geflochten,
auf das einsame Schreiber immer pochten.
Denn alles, was ein Geist erschafft,
es lebt durch vieler Menschen Kraft.
Mittwoch, 18. Dezember 2013
So lichte Höhen, auf denen wir wandeln
Wörter klingen gelb, grau oder rot
in den Büschen raschelt es vertraut
die milden Winde fächeln frische Luft über den Kamm
in meinen Augen findest du die fernen Bergzinnen gespiegelt
wüsste ich nicht zu singen von der lichtblauen Weite
würde ich dich auf andere Weise küssen vom Kopf bis Fuß
Sekrete der verschiedensten Art benetzen unsere ekstatischen Zungen
auf den hohen Pässen treffen wir uns und schenken uns unsere Gaben
und sehen mit Tränen in den Augen, dass wir das Tanzen gelernt haben
in den Büschen raschelt es vertraut
die milden Winde fächeln frische Luft über den Kamm
in meinen Augen findest du die fernen Bergzinnen gespiegelt
wüsste ich nicht zu singen von der lichtblauen Weite
würde ich dich auf andere Weise küssen vom Kopf bis Fuß
Sekrete der verschiedensten Art benetzen unsere ekstatischen Zungen
auf den hohen Pässen treffen wir uns und schenken uns unsere Gaben
und sehen mit Tränen in den Augen, dass wir das Tanzen gelernt haben
Dienstag, 17. Dezember 2013
Anfänge
Der Faden, der aus der Tiefe kommt, ist oft verdeckt.
Woher weiß ich, was Tiefe ist, auch sie ist oft versteckt?
Es locken so viele Angebote, im eigenen Kopf und auch außen.
Wie weiß ich, was tiefe Gedanken sind und nicht verrückte Flausen?
Bedeutungsvoll ist das wachsende Leben!
Haha, was für´n flaches Klischee!
Da lieg ich ja jetzt wohl voll daneben,
das ist doch schlicht alter Schnee.
Einen Rettich will ich aus dem Boden ziehen,
der frisch ist, knackt und Schärfe hat.
Zu oft schon musst ich dem entfliehen,
was sich nur zwischen meinen Schläfen tat.
Der ganze Körper will doch froh dabei sein,
wenn neue Saaten munter sprießen,
will schnüffeln - Pythia auf dem Dreibein -
wenn dunkle Spalten sich ergießen.
Entspannen Körper, Geist und Seele sich,
mag Manchen Kitsch bedrohen.
Allein: die guten Geister stehlen sich
oft schnell davon aus Rohem.
Woher weiß ich, was Tiefe ist, auch sie ist oft versteckt?
Es locken so viele Angebote, im eigenen Kopf und auch außen.
Wie weiß ich, was tiefe Gedanken sind und nicht verrückte Flausen?
Bedeutungsvoll ist das wachsende Leben!
Haha, was für´n flaches Klischee!
Da lieg ich ja jetzt wohl voll daneben,
das ist doch schlicht alter Schnee.
Einen Rettich will ich aus dem Boden ziehen,
der frisch ist, knackt und Schärfe hat.
Zu oft schon musst ich dem entfliehen,
was sich nur zwischen meinen Schläfen tat.
Der ganze Körper will doch froh dabei sein,
wenn neue Saaten munter sprießen,
will schnüffeln - Pythia auf dem Dreibein -
wenn dunkle Spalten sich ergießen.
Entspannen Körper, Geist und Seele sich,
mag Manchen Kitsch bedrohen.
Allein: die guten Geister stehlen sich
oft schnell davon aus Rohem.
Montag, 16. Dezember 2013
Luftige Küsse
Es schweben so viele Luftballons
in leichten lichten Lüften.
Es weben so viele Duftflakons
in Parfümerien Netze aus Düften.
Ich geh in die Hocke und denke tief nach:
erhebt und erweitert mich solch eine Sprach?
Oder ist es belangloses Wortgeklingel,
eingekrümmt autistische Sprachrauchringel?
Ich neig momentan eher zu Letzterem.
Sehn mich nach erdig Gesetzterem.
Blut, Schweiß und Tränen mit Geist überwinden!
Durch Aushalten von Qualen Erlösung finden!
Und bin doch voller Dank für den Frieden,
der unserem Land heut beschieden.
in leichten lichten Lüften.
Es weben so viele Duftflakons
in Parfümerien Netze aus Düften.
Ich geh in die Hocke und denke tief nach:
erhebt und erweitert mich solch eine Sprach?
Oder ist es belangloses Wortgeklingel,
eingekrümmt autistische Sprachrauchringel?
Ich neig momentan eher zu Letzterem.
Sehn mich nach erdig Gesetzterem.
Blut, Schweiß und Tränen mit Geist überwinden!
Durch Aushalten von Qualen Erlösung finden!
Und bin doch voller Dank für den Frieden,
der unserem Land heut beschieden.
Freitag, 13. Dezember 2013
Die Sonne
Kann ich irgendetwas über die Sonne sagen
was nicht zu klein, ein Grundversagen?
Red ich über die Wärme, die sie ausstrahlt,
weiß ich, dass ich davon nichts aushalt,
was irgendwie der Rede wert wär,
und doch erfreut mich ihre Wärme sehr.
Begrüßt sie mich am Morgen hell,
ist der Gedanke gleich zur Stell,
dass sie entfernt erhaben ruht
in unfassbarer Feuerglut.
Und zeigt sie mittags Zwölfuhr an,
schlägt mich ihr Alter in den Bann.
Versuch ich etwas zu begreifen,
lass ich schnell alle Hoffnung schleifen.
Sie brennt seit Milliarden Jahren,
entsetzlich, Fassung zu bewahren.
Und ist von Milliarden eine,
ich stürz ins bodenlose Kleine.
Verlorn im All, ein Nichts im Schwarz!
So, Sonne, schmilzt mein Ich zur Farce.
Nur dass ich dich benennen kann,
dich sehend mich erkennen kann,
lässt mich ein wenig stockend rufen:
Dank solchen Kräften, die uns schufen!
Donnerstag, 12. Dezember 2013
Ballhaus
Ein Schluckspecht hockt hinten, hinterm Tresen,
bearbeitet sein Gehirn: mal was gewesen?
In den Regalen glänzen die Gläser und Flaschen.
Vom ein´ oder anderen würd er noch gern etwas naschen.
Auf der Tanzfläche bewegt sich ein Paar.
Er grau schon, sie noch blondes Haar.
Sie tanzen nah beieinander,
ihre Bewegungen synchron.
Die Musik ist ein Durcheinander,
Zeit selbst ist das Metronom.
Sie bewegen sich langsam,
kontrolliert, aufeinander bedacht,
was sie nicht daran hindert, gemeinsam
plötzlich an die Decke zu springen, wenns kracht.
Oder kurz mal den andern zu entkleiden,
wenn mehr Hautkontakt den Tanz fördert,
manchmal lässt es sich auch nicht vermeiden:
die Weltpolitik wird erörtert.
Das Licht ist gedimmt. Nur am Tresen
schaut stehend ein Mann dem Paar zu.
Es ist ihm als sei Licht nie gewesen
in ihm in so gleißend dramatischer Ruh´.
bearbeitet sein Gehirn: mal was gewesen?
In den Regalen glänzen die Gläser und Flaschen.
Vom ein´ oder anderen würd er noch gern etwas naschen.
Auf der Tanzfläche bewegt sich ein Paar.
Er grau schon, sie noch blondes Haar.
Sie tanzen nah beieinander,
ihre Bewegungen synchron.
Die Musik ist ein Durcheinander,
Zeit selbst ist das Metronom.
Sie bewegen sich langsam,
kontrolliert, aufeinander bedacht,
was sie nicht daran hindert, gemeinsam
plötzlich an die Decke zu springen, wenns kracht.
Oder kurz mal den andern zu entkleiden,
wenn mehr Hautkontakt den Tanz fördert,
manchmal lässt es sich auch nicht vermeiden:
die Weltpolitik wird erörtert.
Das Licht ist gedimmt. Nur am Tresen
schaut stehend ein Mann dem Paar zu.
Es ist ihm als sei Licht nie gewesen
in ihm in so gleißend dramatischer Ruh´.
Mittwoch, 11. Dezember 2013
Normal
Manchmal ist es schon sehr anstrengend, was ich schreibe,
also wenn ich nicht einfach ganz normal bleibe,
versuche, auf irgendein Wort einen passenden Reim zu finden.
Da möcht man als Leser, denk ich, am liebsten erblinden.
Das kann doch nicht sein, dass da sich einer sowas ausm Kreuz leiert
und damit anscheinend irgendeinen Geist feiert,
von dem er glaubt, er besuche ihn auf diese Weise.
Ehrlich gesagt, ich find das Scheiße.
Also wenn ihm die Reime so in die Tasten fließen,
dann lässt sich das ja leidlich genießen,
aber so ´n gequälten, bemühten Mist,
da möcht ich, dass der sich verpisst.
Außerdem wird immer so auf n bestimmten Rhythmus geachtet,
so als ob man auf die Art das ultimative Sparschwein schlachtet.
Herrje, es kann auf die Art ultimativ langweilig werden,
also ich sag mal ultimativ leck mich-am-Arschig werden,
und wenn hier sich jetzt werden auf werden reimt,
dann weiß man ultimativ, was richtig beschissen meint.
Herrgott, kann man denn nicht endlich mal wieder normal werden
und werden nicht mit werden, auch nicht mit Erden erden,
sondern sich einfach auf den Boden der Tatsachen stellen!
Jetzt überleg ich aber doch, warum die Alarmglocken schellen.
Dienstag, 10. Dezember 2013
Lichterketten
Allüberall funkelt´s jetzt herrlich.
Überall früh dunkelt´s entbehrlich.
Die Tage sind so erbärmlich kurz.
Ich sage, sind so ärmlicher Furz.
Kaum dass es gerade mühselig hell,
braunblasses Geader glüht mehlig grell,
neigt sich der Tag wieder dem Ende.
Weitsicht versagt! Wie der Demente.
Froh ist man da, wenn endlich was leuchtet.
Ob in der Bar, dann kenntlich befeuchtet,
ob auf der Straße oder im Bett,
ob Balustrade, Trottoir, Brett:
allüberall sieht man Lichtlein blitzen.
Fall über Fall ist´s ein Licht Einritzen.
Überall früh dunkelt´s entbehrlich.
Die Tage sind so erbärmlich kurz.
Ich sage, sind so ärmlicher Furz.
Kaum dass es gerade mühselig hell,
braunblasses Geader glüht mehlig grell,
neigt sich der Tag wieder dem Ende.
Weitsicht versagt! Wie der Demente.
Froh ist man da, wenn endlich was leuchtet.
Ob in der Bar, dann kenntlich befeuchtet,
ob auf der Straße oder im Bett,
ob Balustrade, Trottoir, Brett:
allüberall sieht man Lichtlein blitzen.
Fall über Fall ist´s ein Licht Einritzen.
Montag, 9. Dezember 2013
Burnout
Ich bin völlig ausgebrannt,
vorbei ist´s mit Ideen,
bin Idealen nachgerannt,
ruh´n jetzt in tiefen Seen.
Die Energie ist auf dem Nullpunkt,
fress nur noch in mich rein.
Lass zu, dass jede Nulp´ unkt,
das könnt´ das Ende sein.
Die Müh des Lebens kotzt mich an,
verkriech mich an den Ofen,
obschon ich dort nichts lernen kann,
es sei denn einzupoofen.
Wo ist der Rettungsring, der Strohhalm,
der ganz zuletzt noch hält!?
Ich nur noch trocken Brot malm,
was mir nicht sehr gefällt.
Nur: ließ ich´s je mal brennen,
brennen mit Haut und Haar?
Dann könnt ich wohl benennen,
was mal von Wert mir war.
vorbei ist´s mit Ideen,
bin Idealen nachgerannt,
ruh´n jetzt in tiefen Seen.
Die Energie ist auf dem Nullpunkt,
fress nur noch in mich rein.
Lass zu, dass jede Nulp´ unkt,
das könnt´ das Ende sein.
Die Müh des Lebens kotzt mich an,
verkriech mich an den Ofen,
obschon ich dort nichts lernen kann,
es sei denn einzupoofen.
Wo ist der Rettungsring, der Strohhalm,
der ganz zuletzt noch hält!?
Ich nur noch trocken Brot malm,
was mir nicht sehr gefällt.
Nur: ließ ich´s je mal brennen,
brennen mit Haut und Haar?
Dann könnt ich wohl benennen,
was mal von Wert mir war.
Freitag, 6. Dezember 2013
Mare tranquilitatis (am Tag nach Mandelas Tod)
Bayern, Balu und Braunbär schicken sich an zu tanzen
während Geisternebel Gestalten bilden
der Horizont leuchtet in verheißungsvoll roten Farben
vielleicht werden alle Menschen zu lieben lernen
verzückt zu tanzen in vollkommener Ruhe ist die Gabe der Freiheit
lärmende Maschinen strömen an der Oberfläche bewusstlos dahin
Wir schenken uns einen langsamen Walzer,
der lautlos fast in unsern Ohren summt.
Er triumphiert mühelos mit kleinem Schnalzer
über allen Hass, der armselig brummt.
Und heute küssen wir selig Mandela,
der voran fliegt ins helle Licht.
Er hat den Hass überwunden
mit seinem Kerker-Gewicht.
während Geisternebel Gestalten bilden
der Horizont leuchtet in verheißungsvoll roten Farben
vielleicht werden alle Menschen zu lieben lernen
verzückt zu tanzen in vollkommener Ruhe ist die Gabe der Freiheit
lärmende Maschinen strömen an der Oberfläche bewusstlos dahin
Wir schenken uns einen langsamen Walzer,
der lautlos fast in unsern Ohren summt.
Er triumphiert mühelos mit kleinem Schnalzer
über allen Hass, der armselig brummt.
Und heute küssen wir selig Mandela,
der voran fliegt ins helle Licht.
Er hat den Hass überwunden
mit seinem Kerker-Gewicht.
Donnerstag, 5. Dezember 2013
Balustrade der Aussicht
Schön wären Worte der Gnade, der Rettung,
ein Garten mit paradiesischen Ausblicken.
Doch gibt es einfach diese Verkettung
mit der Welt. Wir können uns nicht rausklicken.
Es gibt die Profitgier, die uns bedrängt,
die Schere von Arm und Reich geht auseinander,
und auch wenn man die Schuldigen hängt:
morgen steht da wieder ein anderer.
Es gibt den Neid, die Lüge, all die Sünden,
davon ist niemand ganz befreit.
Deswegen wird dieses Leben nie im Glück münden,
auch wenn die Sehnsucht danach schreit.
So ist der Befund, das sind die Tatsachen,
daraus heraus wäre nur Flucht.
Nur: es gibt so fantastisch schöne Sachen,
die tun, dass mein Herz anderes sucht.
Erbarmen gibt es mit all dem Leid,
eine schenkende Kraft jenseits der Not.
Sie kommt meist in fremdem Kleide
und reicht ein überraschendes Brot.
Sie lebt mit uns und kennt uns genau
und weiß, was wir am dringendsten brauchen.
Nur müssen wir öffnen unseren Bau
und wenigstens ein Bitte hauchen.
ein Garten mit paradiesischen Ausblicken.
Doch gibt es einfach diese Verkettung
mit der Welt. Wir können uns nicht rausklicken.
Es gibt die Profitgier, die uns bedrängt,
die Schere von Arm und Reich geht auseinander,
und auch wenn man die Schuldigen hängt:
morgen steht da wieder ein anderer.
Es gibt den Neid, die Lüge, all die Sünden,
davon ist niemand ganz befreit.
Deswegen wird dieses Leben nie im Glück münden,
auch wenn die Sehnsucht danach schreit.
So ist der Befund, das sind die Tatsachen,
daraus heraus wäre nur Flucht.
Nur: es gibt so fantastisch schöne Sachen,
die tun, dass mein Herz anderes sucht.
Erbarmen gibt es mit all dem Leid,
eine schenkende Kraft jenseits der Not.
Sie kommt meist in fremdem Kleide
und reicht ein überraschendes Brot.
Sie lebt mit uns und kennt uns genau
und weiß, was wir am dringendsten brauchen.
Nur müssen wir öffnen unseren Bau
und wenigstens ein Bitte hauchen.
Mittwoch, 4. Dezember 2013
Schattenriß
Was mir sehr wichtig ist zu sagen,
wird, so zu sagen, schwer ertragen.
Drum spiel ich meistens über Bande
und lieg oft so scheinbar am Rande.
Nun könnt ich sagen, es muss sein,
frisch eingeschenkt den klaren Wein.
Nur stocke ich in dem Moment:
hab ich denn mehr, als was hier brennt?
Ring ich nicht hier um jede Silbe,
führe fürwahr nichts mehr im Schilde,
als Geist allein siegen zu lassen?
Durch ihn allein ist das zu fassen,
was tief in mir auf Ausdruck wartet,
ohn´ ihn jedoch zum Spruch entartet.
Dienstag, 3. Dezember 2013
Haubitzen
So schnell wie die Vögel im Wind
möcht ich sein,
dass die Zeit nicht träge verrinnt.
So schnell wie der Augenblick kurz
möcht ich sein,
wie werd ich nur so geschwind?
Beweg ich mich schnell im Pekawe,
ist es nur der Kick der Gefahr
und relativ träg im Vergleich zur Rakete,
auf die ich auch nicht abfahr.
Denn schnell ist sie nur in Relation,
du selbst hockst in ihr fest.
Ich träum von einem andern Thron,
er steht im Hier und Jetzt.
Nur muss ich da erst langsam werden,
wahrnehmen, schaun, was ist,
und seh dabei, dass unsre Erde
lichtschnell das All durchmisst.
Und dass ich selber auf ihr lebe
in einem rasend schnellen Werden
und dass "schnell" heißt, dass ich strebe,
die Einheit mit dem Licht nicht zu gefährden.
möcht ich sein,
dass die Zeit nicht träge verrinnt.
So schnell wie der Augenblick kurz
möcht ich sein,
wie werd ich nur so geschwind?
Beweg ich mich schnell im Pekawe,
ist es nur der Kick der Gefahr
und relativ träg im Vergleich zur Rakete,
auf die ich auch nicht abfahr.
Denn schnell ist sie nur in Relation,
du selbst hockst in ihr fest.
Ich träum von einem andern Thron,
er steht im Hier und Jetzt.
Nur muss ich da erst langsam werden,
wahrnehmen, schaun, was ist,
und seh dabei, dass unsre Erde
lichtschnell das All durchmisst.
Und dass ich selber auf ihr lebe
in einem rasend schnellen Werden
und dass "schnell" heißt, dass ich strebe,
die Einheit mit dem Licht nicht zu gefährden.
Montag, 2. Dezember 2013
Etwas wagen
Fraglos steht die Kraft im Mittelpunkt des Geschehens wie ein Berg oder ein Turm oder eine Insel in rauer See.
Und wir wissen, in ihrer Obhut geborgen zu sein, heißt, die Welt zu retten bei einem Glas Tee.
Von ihr geht solch ein Friede aus, solch eine Liebe zu aller Kreatur,
dass, auch wenn die Welt den Bach runter geht, davon bei ihr keine Spur.
Wie die Schwerkraft oder die thermischen Gesetze oder die Quantenphysik
steht sie da, fraglos, unerschütterlich, mit sich selbst identisch
und natürlich könnte man sagen, sie ist ein Gott oder eine Göttin,
weil sie absolut souverän ist, nicht geschaffen, vor allem anderen Glück.
Sie schafft die innigste Treue, Schmuck von erhabener Art,
ihre Girlanden schwingen sich präzise und glänzend und wahrlich brillant
in ihren Hallen, dort, wo zwischen den Säulen Zierrat vonnöten,
aber sie stiftet auch klare, harte Wände, geht niemand um den Bart.
Gern wird in diesem Zusammenhang von Elysium gesprochen,
jenem Reich, in das wir übend langsam gelangen.
Nur sind alle Worte dafür so alt und so abgehangen.
Drum sind seine Ufer nur dort zu finden, wohin wir neu aufgebrochen.
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