Ich bin ein armer Sucher nur, nicht von Belang.
Verschrecke mich und andere mit schwacher Wörter Klang.
Zersäge sinnvolle Strukturen, zerstöre Heim und Reich
und bin darüber unglücklich, arm, eine soziale Leich.
Suche das Glück und die Erfüllung, Ruhm, Ehre, Anerkennung
und bin doch angewidert nur allein durch diese Nennung.
Komm mir wie Faust, der Sucher vor
und bin genau derselbe Tor.
Und dies dann auch noch zu bekennen
ist wie den Selbstwert zu verbrennen.
Wer soll denn je so etwas schätzen?!
Man kann damit höchstens vergrätzen
auch noch die letzten Sympathisanten
unter den Freunden und Bekannten.
Die Suche nach dem großen Glück
bleibt so ein fades Trauerstück.
Wen soll man anrufen, wen anflehen?
Goethe bleibt vergangen stehen,
winkt nochmal mahnend mit Faust,
weiß, dass er woanders haust.
Hier stehe ich und such im Dunkeln,
wo alte Lieder matt nur funkeln.
Das, was mich überwältigt, greift,
mich in die Seligkeit verschleift,
erkenn ich nicht, bleibt mir verborgen,
erzählt mir kein vergnügtes Morgen.
Ich möchte niemand mehr umarmen,
geb ich doch Grund zum Herzerbarmen.
Wo ist die Rettung in der Not,
wer gibt mir solches süßes Brot,
dass Hoffnung, Trost und Lebensspende
endlich dem Jammern macht ein Ende?
Doch habe ich es wirklich verdient,
ist alles Vergehen wirklich gesühnt?
Was macht mich glauben, dass am Ende
sich eine schöne Lösung fände?
Naiver Glauben schadet nur,
Tod und Verderben lehrt Natur.
Verwesungsduft zu lieben lernen,
das scheint der Weg zu hohen Sternen.
Das Glück zu lieben bettet sich
fern hinter alles Rette-sich.
Die Brust weitet sich nur dem Geneigten,
dem sich die Höllengeister zeigten,
der seine Liebe abgegeben
als letzten Keim für neues Leben.
Dann rollt vielleicht mit letzter Macht
Gottes Gewalt in diesen Schacht,
reisst alle Zweifel aus den Ankern,
macht Springbrunnen aus trägen Tankern,
zerreisst auch diese Wortgirlanden,
die nicht zu Licht und zu ihr fanden.
Solange haben wir Geduld
und tragen weiterhin die Schuld.
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